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Schneekanonen am Olympiaberg: Der Ski-Weltcup musste mehrmals abgesagt werden.

Zu großes Risiko

Kein City-Biathlon im Olympiapark

München - Biathlon statt Ski-Weltcup im Olympiapark? Vorstellbar wäre dies. Doch laut Olympiapark GmbH gibt es dafür derzeit keine konkreten Pläne. Zu unsicher ist die Schneelage, und die Durchführung wäre finanziell zu riskant.

Der Ski-Weltcup in München ist Geschichte. Könnte ein City-Biathlon nun Wintersport-Flair in die Landeshauptstadt bringen? Theoretisch schon, aber praktisch gibt es dafür derzeit keine Überlegungen. Dies betonte die Olympiapark München GmbH (OMG). Anfang dieser Woche hatte es Irritationen gegeben, weil die OMG auf eine Anfrage der Stadtrats-CSU antwortete, grundsätzlich sei die Durchführung eines City-Biathlons vorstellbar.

Nach den Worten von OMG-Sprecher Tobias Kohler gibt es aber aktuell nicht einmal Gespräche mit dem Biathlon-Weltverband. Denn: „Wir sind gebrannte Kinder mit dem Ski-Weltcup.“ Zur Erinnerung: Das Rennen am Olympiaberg musste von 2011 bis 2015 dreimal wegen Schneemangels abgesagt werden. Nur 2011 und 2013 fand das Spektakel statt – vor jeweils großer Zuschauerkulisse. Nach den Absagen an den Neujahrstagen 2014 und 2015 entschloss sich die OMG in Absprache mit dem Internationalen Skiverband FIS jedoch, auf das Rennen künftig zu verzichten. Die Prämie für die Ausfallversicherung wäre so hoch geworden, dass sich die Olympiapark GmbH das Rennen nicht mehr leisten konnte. Auch der Deutsche Skiverband wollte die Kosten dafür nicht tragen. Zudem wuchsen die umweltpolitischen Bedenken wegen des Antransports von Kunstschnee.

OMG-Sprecher Kohler verweist nun darauf, dass man auch für einen City-Biathlon große Mengen an Kunstschnee für die Präparierung der Langlaufstrecke brauchen würde – sollte der Winter in München ausbleiben. Fraglich sei auch die Finanzierung. Ein voraussichtlich entstehendes Defizit könnte nur mit Fördergeld aufgefangen werden. In den ursprünglichen Planungen der OMG war der Schießstand für den Olympiasee vorgesehen, hierzu müsste der See für mehrere Tage abgelassen werden. Die Strecke wäre am Olympiasee und um den Coubertinplatz verlaufen. Alternativ käme laut OMG käme nur das Olympiastadion in Betracht, dies würde aber erhebliche Mehrkosten verursachen und wäre für Zuschauer nicht so attraktiv.

2005 und 2006 gab es im Olympiapark und im Stadion schon einmal zwei Langlauf-Veranstaltungen. Der Zuschauerzuspruch für die Tour de Ski im Olympiastadion war sehr bescheiden. 2011 hatte die Stadt im Rahmen der Olympiabewerbung 2018 parallel zum Ski-Weltcup ein Wintersporfestival im Olympiapark veranstaltet – mit Erfolg. Eine Einheit aus City-Biathlon und einem Wintersportfestival als Rahmenprogramm sei zwar prinzipiell denkbar, so die OMG. Doch auch ein Wintersportfestival sei nur mit Fördergeld wirtschaftlich. Besucher und Sponsoren würden das voraussichtliche Defizit nicht decken können.

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