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Die Paul-Heyse-unterführung gehört zu einem der hässlichsten Plätze in München. Nun soll am Schandfleck etwas passieren.

SPD will Tunnel sanieren

Paul-Heyse-Unterführung: „Beim Schandfleck muss etwas passieren“

München - Die Paul-Heyse-Unterführung am Hauptbahnhof ist als Münchner Schandfleck bekannt. Nun will die SPD etwas dagegen tun - weil sich die Deutsche Bahn offenbar nicht zuständig fühlt.

Taubendreck, feuchte Bausubstanz, Gestank: Die Paul-Heyse- Unterführung ist vor über hundert Jahren gebaut worden - und das sieht man ihr auch an.

Seit 1945 gab es amgrößten Schandfleck Münchens keine grundlegenden Reparaturen mehr: Wer durch die Paul-Heyse-Unterführung fährt oder marschiert, muss durch Münchens ekligsten Tunnel.

Die Deutsche Bahn sei eigentlich für die „Eisenbahnüberführung“ zuständig. Doch auf Anfrage zum Schandfleck im Mai 2015 antwortete die DB, dass die Eisenbahnunterführung derzeit „voll die Ansprüche für den abzuwickelnden Eisenbahnverkehr“ erfülle. 

Die Konsequenz für die SPD: Die Bahn will an den Missständen im Tunnel nichts ändern, schreibt die SPD-Stadtratsfraktion in einer Pressemitteilung: „Für die Bahn ist nur der Schienenbereich an der Oberfläche wichtig, für das Chaos darunter interessiert sie sich bis auf die Einnahmen aus den vermieteten Werbeflächen nicht im Geringsten.“

In den vergangenen Jahren stellte sich immer wieder die Frage: Wer kümmert sich ums Schmuddelkind Paul-Heyse-Unterführung? Denn mittlerweile gehört der Tunnel am Hauptbahnhof zu einem der 15 hässlichsten Plätze Münchens.

Die SPD-Stadtratsfraktion will die Paul-Heyse-Unterführung sanieren

Nun fordert die SPD die Stadtverwaltung auf, Ideen zur Verbesserung der Situation im Tunnel zu entwickeln.

SPD-Stadträtin Bettina Messinger sagt: "Beim Schandfleck der Paul-Heyse-Unterführung muss endlich etwas passieren. Die Bahn ist dafür zuständig und lässt die Bürger im Taubendreck und im Gestank stehen.“ 

Konkret soll die Stadt aufzeigen, wie sie - unabhängig von der Bahn - einen der größten Schandflecke Münchens beseitigen kann. Die SPD kann sich dabei auch vorstellen, Graffiti- oder Licht-Künstler bei der Sanierung des Paul-Heyse-Tunnels mit einzubeziehen.

Die Stadtverwaltung soll deshalb auf Anfrage der Sozialdemokraten klären: Mit welchem Aufwand wäre es verbunden, die Paul-Heyse-Unterführung freundlicher zu gestalten, ohne tiefer in das Bauwerk einzugreifen?

Außerdem soll die Stadt schnell umsetzbare Ideen für Wandverkleidungen, Beleuchtung und eine Abgrenzung des Fuß- und Radweges in der Paul-Heyse-Unterführung entwickeln. 

Die Aufgaben der Stadt im Paul-Heyse-Tunnel

Die Landeshauptstadt München ist als Straßenbaulastträgerin 

- für die ordnungsgemäße Beleuchtung

- die regelmäßige Reinigung von Fahrbahnen und Gehwegen

- aber nicht für die Reinigung der Seitenwände oder der Tunneldecke zuständig

mm/tz

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