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Die Münchner Messe während der bauma 2016 aus der Luft.

Nach dem Putschversuch

Lage in der Türkei: Messe München spürt Verunsicherung

München - Die Messe München ist in der Türkei stark engagiert, in Istanbul besitzt sie sogar eine Tochtergesellschaft. Die aktuelle politische Lage beobachtet sie deshalb mit Sorge.

Die aktuelle politische Lage in der Türkei ist auch für die Messe München ein Thema. Denn die Messe ist in der Türkei stark engagiert und besitzt nach eigenen Angaben in Istanbul eine Tochtergesellschaft, die MMI Eurasia, die die lokalen Geschäfte und Messen durchführt. Das Messeportfolio in der Türkei umfasst derzeit zwei Messen: die „IFAT Eurasia“, die im Februar 2017 das nächste Mal stattfinden wird, sowie die „logitrans Istanbul“, die vom 16. bis zum 18. November läuft.

„Natürlich beobachten wir schon länger die wirtschaftliche und politische Lage in der Türkei“, sagte Geschäftsführer Stefan Rummel gestern auf Anfrage unserer Zeitung. „Da sind wir im ständigen Austausch mit den Kollegen vor Ort.“ Was die anstehende logitrans Istanbul im November betrifft, so sei momentan eine Verunsicherung zu spüren und es gebe auch einige wenige Stornos, sagte Rummel. „Die Nachfrage ist aber insgesamt stark.“ Bezüglich der politischen Lage in der Türkei entscheide man mit jeder Situation neu, ob sie Einfluss auf die Arbeit habe und ob man etwas verändern müsse. Grundsätzlich, so Rummel, sei die Türkei für die Messe München ein wichtiger Platz, um in der Region internationale Messen zu präsentieren. „Ihre geografische Lage macht die Türkei zu einer Brücke zwischen Asien, Europa und Russland.“

Grünen-Stadträtin Katrin Habenschaden befürchtet, der Messe München könnten durch die politische Entwicklung in der Türkei finanzielle Risiken drohen und fordert dazu in einem Antrag detailliert Auskunft. Die Messe, so Habenschaden, habe ihr Türkei-Geschäft zuletzt systematisch ausgebaut und zusammen mit der Gesellschaft für Handwerksmessen sogar extra eine Tochtergesellschaft gegründet. Dabei sei die Messe in der Türkei nicht nur Veranstalterin großer Messen, sondern auch zunehmend Ratgeber für den Neubau von Messegeländen, aktuell in Istanbul. 

Habenschaden will wissen, ob die Messe die Auswirkungen der Lage in der Türkei bereits spürt und ob die Planzahlen angepasst werden mussten. Habenschaden: „Im Geschäftsbericht 2015 nimmt das internationale Geschäft der Messe einen hervorgehobenen Platz ein.“ Für die Türkei gebe es zwei Tochterunternehmen. Damit sei das Türkeigeschäft eine maßgebliche Größe für den Unternehmenserfolg.

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