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Innerhalb weniger Augenblicke entwickelte sich eine Massenschlägerei.

"Solche Szenen sind nicht hinnehmbar"

Massenschlägerei in A-Klasse: Das sagen BFV und Polizei

München - Die Schlägerei beim A-Klassenspiel im Münchner Norden wird ein Nachspiel haben. Der BFV verurteilt die Ausschreitungen und kündigt ausführliche Ermittlungen an.

Was sich am Samstagnachmittag zwischen dem FC D. Griechen Pontos und dem TSV 54-DJK München auf dem Sportplatz im Münchner Norden abgespielt hat, erschüttert selbst die hartgesottensten Fans des Amateurfußballs. Mit der Beleidigung einer nicht anwesenden Mutter ging es los. Als sich dann die ersten Zuschauer eingemischt haben, lief die Sache aus dem Ruder und es entwickelte sich eine Massenschlägerei. Die Partie wurde beim Spielstand von 2:2 abgebrochen.

Die Polizei München musste gleich mit mehreren Streifen- und Mannschaftswägen anrücken, wie eine Sprecherin auf Nachfrage von Fussball Vorort bestätigte: "Solche Dimensionen sind so nicht an der Tagesordnung." Zwar räumt die Beamtin ein, dass es bei Spielen in unteren Ligen immer mal zu "erhitzten Fußballgemütern" käme, aber der Vorfall vom vergangenen Wochenende sei schon "außergewöhnlich" gewesen.

BFV verspricht Aufklärung

Natürlich reagiert auch der Bayerische Fußball-Verband (BFV) betroffen und verspricht Aufklärung: "Wir arbeiten den Vorfall mit hoher Priorität sorgfältig auf, sowohl sportgerichtlich als auch mit dem BFV-Konfliktmanagement", sagt Pressesprecher Thomas Müther auf Vorort-Nachfrage. "Wir stehen mit den Vereinen in Kontakt, arbeiten mit der Polizei zusammen und ermitteln zunächst einmal den Sachverhalt."

Unabhängig von den Ermittlungen der zuständigen Stellen verurteilt Müther die Ausschreitungen beim A-Klassenspiel am Samstag. "Wir haben bei Gewaltvorfällen eine klare Null-Toleranz-Politik. Solche Szenen sind nicht hinnehmbar und schaden dem Fußball", betont der BFV-Sprecher.

Juristisches Nachspiel folgt

Dass der Fall ein juristisches Nachspiel haben wird, steht außer Frage. Neben den Konsequenzen durch die Sportgerichtsbarkeit müssen die Beteiligten auch mit strafrechtlichen Folgen rechnen. Zwei Personen hat die Polizei bereits ermittelt. Die Auswertung der Video-Aufnahmen ist aber noch nicht abgeschlossen. Und die Ermittlungen dauern laut den Beamten an.

"Ein solcher Vorfall ist zum Glück nicht die Regel, sondern gerade in dieser Härte ein Einzelfall", sagt Müther und verweist darauf, dass sich der BFV bereits seit drei Jahren gegen Gewaltätigkeiten und Schlägereien an und auf den Sportplätzen engagiert. "Wir haben 2013 das Projekt „Fairplay München“ gestartet, mit großem Erfolg: Die Zahl der Platzverweise und Sportgerichtsverfahren ist im Kreis München seitdem massiv zurückgegangen. Leider kann man so einen Fall dennoch nicht zu 100 Prozent ausschließen."

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