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So breit und leer wie hier im Englischen Garten sind leider die wenigsten Radwege in München. Das soll sich jetzt ändern.

Neue Wege

So will die Rathaus-SPD das Radeln in München verbessern

München - Radfahren in München kann mitunter nervtötend und gefährlich sein: Denn an vielen Stellen sind Radwege nicht sicher oder gar nicht vorhanden. Das will die SPD jetzt mit drei Initiativen ändern.

Die SPD-Stadtratsfraktion hat ein Ziel: Radfahren in München sicherer und schneller machen. Denn davon profitieren nicht nur die Radfahrer selbst, sondern auch Fußgänger und Autofahrer. Deshalb wurden jetzt drei Initiativen vorgestellt.

Die erste Neuerung sind Radschnellwege. Der Stadtrat hat beschlossen, einen Radschnellweg vom Hauptbahnhof in den Münchner Norden zu errichten. Doch der SPD-Fraktion reicht das nicht: Sie fordert, gleich in alle vier Himmelsrichtungen solche Verbindungen zu planen. Dazu wird von der Stadtverwaltung ein Konzept gefordert. 

Radeln am Friedensengel: Breitere Wege für Fußgänger und Radfahrer

Die zweite Initiative beschäftigt sich mit dem Radeln rund um den Friedensengel. In einem Antrag an das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hat die Rathaus-SPD eine bessere Lösung für Radfahrer und Fußgänger in der Prinzregentenstraße zwischen Luitpoldbrücke und Europaplatz gefordert. Radwege sind hier zwar beidseitig vorhanden, jedoch teilt sich die Fahrbahn am Friedensengel: Stadteinwärts wird der Radverkehr auf einem markierten Radstreifen auf der Fahrbahn geführt, stadtauswärts ist dagegen ein geteilter Rad- und Gehweg vorhanden. Beide Wege sind sehr schmal.

Um künftig Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern zu vermeiden, soll auch der stadtauswärts fahrende Radverkehr auf einem Radstreifen auf der Fahrbahn geführt oder eine bauliche Verbreiterung des vorhandenen Weges vorgenommen werden. Das KVR bestätigte: Die Situation sei tatsächlich "verbesserungswürdig". Bevor jedoch etwas geändert werden kann, muss die Verkehrsverträglichkeit untersucht werden. Eine solche Untersuchung fordert die SPD jetzt vom Stadtrat ein.

SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Radverkehrsbeauftragte der Fraktion, sagte zu den Forderungen: "Die gute Idee der Radschnellwege soll weitergedacht werden. Die Wege sind wichtig und notwendig, in alle Himmelsrichtungen. Am Friedensengel muss etwas gemacht werden. Das KVR hat durch unseren Antrag den Bedarf erkannt, die Lösung wird auf den Weg gebracht."

Pasinger Bahnhof soll noch radelfreundlicher werden

Die dritte Initiative der SPD befasst sich mit dem Pasinger Bahnhof. Hier wurde ein neuer Radweg vom Hauptbahnhof nach Pasing nördlich der Bahntrasse angelegt. Dieser ist sehr beliebt. Es hapert jedoch noch am Pasinger Wolkentunnel: Hier findet die SPD die Anbindung des Streckenendes an den bestehenden Fußgänger- und Fahrradtunnel nicht optimal. Insbesondere die Weiterfahrt ins Pasinger Zentrum würde an dieser Stelle erschwert werden. Auch bei deutlich steigendem Radverkehr will die SPD am Wolkentunnel künftig eine sichere Unterquerung des Pasinger Bahnhofs gewährleisten, etwa durch eine Rampe.

Außerdem brauche es mehr Stellplätze für die Räder, so die Sozialdemokraten. Es soll geprüft werden, ob eine Fahrradgarage mit bis zu 2000 Stellplätzen unterhalb des Bahnhofsplatzes möglich wäre. SPD-Stadträtin Dr. Constanze Söllner-Schaar, die den Antrag zur Vervollständigung der Radwegverbindung vom Hauptbahnhof nach Pasing initiiert hat, sagte dazu: "Pasing ist über den neuen Weg sehr gut angebunden, aber vor Ort geht es bei den Rad- und Fußwegverbindungen noch besser."

Auch im Unland tut sich was

Die Stadtverwaltung soll laut einem Antrag der SPD die Untersuchungen für die Realisierung der geforderten Neuerungen beschleunigen. Dazu soll zeitnah ein Konzept vorgelegt werden, in dem die weiteren Untersuchungen sowie die voraussichtlich benötigten Ressourcen dargestellt werden sollen.

Die schnelleren Radverbindungen bleiben übrigens kein Privileg der Münchner: Auch im Umland sind Neuerungen bereits in Planung.

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