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Nun auch ein Fall fürs Fernsehen: Roland Burzik soll mit Hilfe von "Aktenzeichen XY ... ungelöst" gefasst werden.

Suche nach Täter weiter erfolglos

Stalker-Mord! Das Drama kommt jetzt ins Fernsehen

München - Noch immer hat die Polizei keine Spur von Roland Burzik. Seit dem Mord an seiner Ex-Freundin ist der Architekt verschwunden. Jetzt schaltet sich auch das Fernsehen in.

Polizei am Tatort.

Ab diesem Donnerstag wird halb Europa das Gesicht des mutmaßlichen Giesinger Mörders Roland Burzik (45) kennen: Sechs Jahre lang stalkte der liebeskranke Architekt seine Ex-Freundin Tsin-ieh L. († 45). Am 16. August schließlich soll er sie erstochen haben. Seitdem fehlt jede Spur von ihm. Herbert Linder und seine Kollegen von der Münchner Mordkommission setzen nun auf die Fernsehfahndung "Aktenzeichen XY … ungelöst" (ZDF, 20.15 Uhr), in der der Fall von einem Beamten der Zielfahndung vorgestellt wird.

Seit dem Tattag fehlt von Burzik jedes Lebenszeichen. Aufgrund der Umstände geht die Mordkommission davon aus, dass die Tat und damit auch Burziks Flucht nicht von langer Hand geplant war. In der ganzen Republik suchten Zielfahnder Burziks Spur - speziell an den Orten, an denen er mit Tsin-ieh einst glücklich war. Die Spurensuche:

Hildesheim: Hier begann ihre Liebe

Die Architekten Tsin-ieh L. und Roland Burzik stammen aus Braunschweig und Hildesheim in Niedersachsen. Die Städte sind nur rund 50 Kilometer voneinander entfernt. 2008 begannen die beiden eine Beziehung, die Tsin-ieh L. im August 2009 wieder löste. Damit begann das Stalking-Drama. Auch in Niedersachsen suchen die Zielfahnder nun Roland Burzik.

München: Wo sich seine Spur verlor

Tür von Burziks Wohnung.

Nach der Trennung von Roland Burzik im Sommer 2009 zog Tsin-ieh L. zunächst nach Wolfratshausen, wo sie in einem Architekturbüro arbeitete. Natürlich fand Stalker Burzik ihre Adresse heraus. 2010 zog die 45-jährige nach München und dort innerhalb der Stadt noch zweimal um. Zuletzt lebte sie in der Bayerischzeller Straße in Giesing - dem Ort, an dem Burzik die Frau am 16. August im Hausflur mit einem Messer erstochen haben soll.

Er selbst wohnte im zweiten Stock eines Apartmenthauses im Glockenbachviertel. Die Nachbarn kannten ihn höchstens vom Sehen. Wie er lebte, was er dachte, womit und mit wem er seine Freizeit verbrachte - darüber ist wenig bekannt. Nach dem Mord wechselte Burzik hier in größter Eile die blutige Kleidung, ließ auch sein Handy zurück. Seitdem fehlt von ihm jede Spur. Am Klingelschild steht noch sein Name, im Flur liegt ein an ihn adressierter Möbel-Katalog. Nur am Briefkasten wurde das Namensschild entfernt. Niemand hier rechnet damit, dass er noch einmal zurückkehren wird.

Berchtesgaden: In dieser Hütte buchte er

Das Purtschellerhaus.

Einer der wenigen Anhaltspunkte über Roland Burziks Privatleben und Freizeitverhalten bieten die Berge. Hier fühlte er sich auf langen Wanderungen mit Übernachtungen in den alten Berghäusern wohl. Seine Touren waren immer gut geplant. Bereits im März hatte er für sich und zwei Bekannte eine Übernachtung für den 20. August in Sepp Königs Purtschellerhaus am Hohen Göll (2522 Meter) im Berchtesgadener Land gebucht. Seine Bekannten traten die Wanderung an, doch er war nicht dabei. Vier Tage vorher soll er seine Ex-Freundin erstochen haben. Mordkommission und Zielfahndung schließen nicht aus, dass er in die Berge floh. Und dass er hier möglicherweise auch Suizid beging. Dafür spricht, dass es absolut kein Lebenszeichen von ihm gibt. Auch sein Bankkonto blieb seither unberührt. Die meisten der bislang rund 70 Hinweise kamen aber von Wanderern, die Burzik im gesamten Alpenraum gesehen haben wollen.

Dorita Plange, Florian Fussek

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