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St. Michael in Berg am Laim gehört zu den prachtvollsten Kirchen Münchens. Sie ist die einzige Kirche Münchens, die reichlich im Rokoko-Stil verziert wurde. Der prachtvolle Hochaltar wurde von Johan Baptist Straub in diesem Stil geschaffen.

Johann Michael Fischer zum 250. Todestag

Der Star-Architekt des Spätbarock baute auch in München

München - Johann Michael Fischer war der in Süddeutschland erfolgreichste Architekt seiner Generation. München verdankt ihm zwei prachtvolle Kirchen: St. Michael in Berg am Laim und St. Anna im Lehel. Heute jährt sich sein Todestag zum 250. Mal.

Als Johann Michael Fischer am 6. Mai 1766 im Alter von 74 Jahren starb, hatte er der Welt 32 Gotteshäuser und 23 Klöster sowie zahlreiche Profanbauten hinterlassen. Doch über ihn selbst gibt es heute nur wenige Zeugnisse. „Ein Kunsterfahrn Arbeitsam Redlich und Aufrichtiger Mann“, sei er gewesen, steht an der Südwand der Münchner Frauenkirche geschrieben. Dort, nur wenige Meter entfernt von seinem Wohnhaus, setzte man ihn bei. Noch heute befindet sich dort sein Grabstein mit der Inschrift.

Johann Michael Fischer wurde am 18. Februar 1692 als Sohn des Stadtbaumeisters Johann Michael Fischer und dessen Frau Elisabeth in Burglengenfeld in der Oberpfalz geboren. Vom Vater erlernte er das Maurerhandwerk, nach dem Pesttod der Mutter ging er auf Gesellenwanderung. Dort kam er zum ersten Mal mit modernen Kirchenbauten in Berührung. Und diese sollten ihn sein Leben lang begleiten.

St. Anna im Lehel.

1718 kam er schließlich nach München und arbeitete beim Stadtmauermeister Johann Mayr. Sieben Jahre später heiratete er dessen Tochter Maria Regina. Das Paar bekam 18 Kinder, von denen nur sechs das Erwachsenenalter erreichten. Ab 1723 erhielt er als Architekt und Baumeister erste eigene Aufträge. Vier Jahre später begann er mit dem Bau der Klosterkirche St. Anna im Lehel, die 1733 fertigstellt wurde. Sie gilt als erste Rokoko-Kirche Altbayerns und war Fischers erster bedeutender Sakralbau. Die Arbeiten Johann Michael Fischers fielen in den Umbruch zwischen Spätbarock und Rokoko. Daher sind in seinen Bauten beide Einflüsse vertreten. Nur zwei Jahre nach Fertigstellung von St. Anna begann Fischer sein zweites Kirchenprojekt in München. Von 1735 bis 1751 erbaute er in Berg am Laim die Erzbruderschafts- und heutige Pfarrkirche St. Michael. Als Anerkennung erhielt er noch während der Bauzeit 1743 den Titel eines „Kurkölnischen Hofbaumeisters“. Denn der Auftraggeber für St. Michael war der Kurfürst und Erzbischof von Köln, Clemens August I. von Bayern. Später folgten noch zwei weitere Hoftitel, die ihm von Wittelsbacher Fürsten verliehen wurden.

Zu seinen Ehren wird eine Delegation aus seiner Geburtsstadt Burglengenfeld heute um 12.30 Uhr einen Kranz vor seinem Grabstein an der Frauenkirche niederlegen.

Lisa-Marie Birnbeck

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