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Marriah Patterson-Wildschek (li.) und Elisabeth Raschke.
Klassik am Gärtnerplatz 2014
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Gärtnerplatz: In Sommernächten wird es am Gärtnerplatz schnell voll: Dann sind mitunter bis zu 2000 Personen und mehr auf dem Platz. „Der Lärmpegel ist enorm“, sagt BA-Chef ­Alexander Miklosy. Bereits seit 2014 versuchen Silencer des Allparteilichen Konfliktmanagements (AKIM), Werbung für Rücksichtnahme auf Anwohner zu vermitteln. Sie sind meist zu zweit unterwegs . Sie reden mit den Leuten auf dem Platz und verteilen Visitenkarten an die Anwohner, falls die sich wegen des Lärms beschweren wollen.
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Königsplatz: Auch am Königsplatz häufen sich die Beschwerden der Anwohner – zu viel Dreck, zu viel Lärm. „Es ist eine Verschmutzung festzustellen, die beispiellos gerade für diesen besonderen Ort ist“, schimpft Stadtrat Michael Mattar (FDP). „Außerdem halten sich regelmäßig immer mehr Betrunkene und bis in die tiefe Nacht laut krakelende Menschen im Umfeld auf.“ BA-Chef Christian Krimpmann hat derweil schon eine Tendenz ausgemacht: „Es entsteht der Eindruck, dass es vom Hauptbahnhof weiter nach Norden drückt.“
Nußbaumpark
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Nußbaumpark: Der Nußbaumpark war in der Vergangenheit bereits öfter mal negativ in den Schlagzeilen – er galt als beliebter Treff von Junkies. Die Polizei hatte reagiert, überwacht das Areal. „Der Park ist oft von Obdachlosen frequentiert, ohne dass es besondere Auffälligkeiten zu geben scheint“, sagt der Vorsitzende des örtlichen Bezirksausschusses, Alexander Miklosy. Eine latente Drogenproblematik sei hier aber nach wie vor vorhanden. „Die Szene hat sich jedoch wegen der Streetworker und Kontrollen verlagert.“
Alter Botanischer Garten
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Alter Botanischer Garten: Ein Dauer-Brennpunkt – Schlägereien, Vergewaltigungen – ist der Alte Botanische Garten. Notrufsäulen, Kameras – der Bezirksausschuss hatte sich unlängst jedoch nicht durchringen können, Sicherheitsmaßnahmen zu intensivieren. Die Polizei allerdings hat bekräftigt, dass am Alten Botanischen Garten nun häufiger Streifen unterwegs sind. „Es bleibt aber dabei, dass das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger beeinträchtigt ist“, sagt BA-Chef Christian Krimpmann. „Man geht da nicht gern vorbei.“
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Hauptbahnhof: Der Hauptbahnhof ist ohne Frage ein Problemkind. Der Drogenhandel wird von der Polizei zwar intensiv beobachtet. Kameras sind installiert, um dauerhaft einen Überblick zu erhalten. Aber es gibt da noch eine Sache: „Obdachlose stellen für Geschäftsleute und Reisende ein Problem dar“, sagt der Vorsitzende des örtlichen Bezirksausschusses, Alexander Miklosy. „Die Bürger fordern, dass die Haltestellen der Tram besser kontrolliert werden. Denn gerade die Sitzgelegenheiten werden oft von Problempersonen okkupiert.“

Kein Platz mehr für Probleme!

Trinker, Lärm, Schmutz, Drogen: Wie die Stadt wo aufräumt

München - Wildbiesler, Dreck, Betrunkene, Bettler, Lärm: An öffentlichen Plätzen nehmen die Beschwerden zu. Die Stadt ergreift nun deeskalierende Maßnahmen.

Wildbiesler, Dreck, Betrunkene, Bettler, Lärm: An öffentlichen Plätzen nehmen die Beschwerden zu. In Schwabing etwa ärgern sich die Anwohner am neuen Wedekindplatz über Alkoholkonsumenten. Und auch rund um den Gollierplatz (Schwanthalerhöhe) gibt es laut Sozialreferat Konflikte mit verschiedenen Gruppen. Erst vor Kurzem hatte der Vorsitzende des Bezirksausschusses Altstadt-Lehel, Wolfgang Neumer, eine Video-Überwachung für das Tal gefordert. Zudem kommt es an der Isar immer wieder zu Ärger zwischen Feierwütigen und den Anwohnern.

Seit dem vergangenen Jahr zählt auch der Kolumbusplatz zu den Sorgenkindern der Stadt. Es gab Konflikte, die Anwohner beschwerten sich wegen Lärm, Müll, Alkohol- und Drogenkonsum sowie störenden Personen in den Grünanlagen. Im Mai rückte sogar die Polizei zu einem Großeinsatz aus, kontrollierte wegen einer von den Nachbarn vermuteten Drogenszene – die Beamten fanden jedoch nichts. Gleichwohl ist seither nahezu täglich eine Streife vor Ort. Und auch die Stadt kümmert sich – mit dem Allparteilichen Konfliktmanagement in München, kurz AKIM.

Es sind Konfliktmanagerinnen wie Marriah Patterson-Wildschek und Elisabeth Raschke, die seit Sommer 2015 überall dort im Einsatz sind, wo der Druck steigt, etwa am Kolumbusplatz. Im öffentlichen Raum also, wo sich Menschen treffen, mancher mal ein Bier trinken, laut Musik hören möchte. Das stört bisweilen – vor allem die Nachbarn. Ploppt eine solche Beschwerde auf, rückt AKIM aus. Die Schlichter machen sich vor Ort ein Bild. Und: Sie kümmern sich nicht nur um die Anliegen der Nachbarn, sondern auch der Passanten.

Außerdem werden die Konfliktmanager meist nur aktiv, wenn andere nicht zuständig sind, weil ihre Klientel nicht betroffen ist – zum Beispiel Streetworker. Oder wenn der Einsatz der Polizei unverhältnismäßig wäre. So wie etwa am Kolumbusplatz. Dort gab es zudem am Mittwoch eine Info-Veranstaltung aller umliegenden Institutionen. Alle ziehen für ein besseres Miteinander an einem Strang. Patterson-Wildschek: „Es ist schon viel unternommen worden, um die Atmosphäre zu verbessern.“

Auf welchen städtischen Plätzen es noch zu Problemen kommt, lesen Sie in der Fotostrecke oben.

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