Große Umfrage von Merkur.de und tz.de

Unser Rechner verrät: So viel Miete sollten Sie eigentlich zahlen

München - Finden Sie heraus, wie hoch Ihre Miete wirklich sein sollte! Vergleichen Sie die Kosten und die Größe Ihrer Wohnung mit der Ihrer Nachbarn in unserem Rechner.

Günstig wohnen in München – das geht vermutlich noch. Doch ein Großteil der Bevölkerung zahlt zu viel. Mittlerweile werden in Neubauten am Schwabinger Tor schon bis zu 40 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Und das liegt definitiv außerhalb der Mietspiegel-Norm!

In einer gemeinsamen Aktion hatten tz und Münchner Merkur Münchens wahren Mietspiegel ermittelt. Auf Grundlage von über 6000 Daten unserer Leser haben wir jetzt einen eigenen Rechner entwickelt, mit dem jeder Münchner ermitteln kann, ob er zu viel oder zu wenig Miete zahlt.

Beispiel: Auf der Plattform Immobilienscout.de wird in Obergiesing eine Galerie-Wohnung angeboten. Für 54 Quadratmeter auf zwei Zimmer verteilt will der Vermieter 1430 Euro kalt. Laut unserem Rechner wäre ein Preis von 757,32 angemessen. Das entspräche einem Quadratmeter-Preis von etwa 14 Euro.

Anderes Beispiel: Im Glockenbach wird eine Wohnung für 1200 Euro angeboten. 54 Quadratmeter, zweieinhalb Zimmer. Wir haben nachgerechnet: Angebracht wäre ein Preis von rund 884 Euro!

Auch in Feldmoching ist das Bild nicht viel besser: Eine 3-Zimmer-Wohnung wird dort für stolze 1950 Euro angeboten! Rund 900 Euro mehr, als unser Rechner ausspuckt! Es geht aber auch anders: In Allach gibt es eine 2-Zimmer-Wohnung (50 Quadratmeter) für 500 Euro. Das sind sogar 70 Euro weniger, als wir ermittelt haben.

Die Lage, in der Sie wohnen, der Zustand und die Größe Ihrer Wohnung sowie Ihr Vermieter: Viele Faktoren beeinflussen, wie hoch die Miete für Ihr Zuhause ausfällt. Wir haben gemeinsam mit rund 6700 Münchnern den wahren Mietspiegel Münchens ermittelt. Vergleichen Sie mit unserem Rechner, ob Sie schlechter gestellt sind als andere Mieter in Ihrem Bezirk. 

Und so funktioniert's:

Dazu geben Sie einfach Ihre Daten unten in die Maske ein - der Rechner verrät Ihnen, was für vergleichbare Wohnungen in ihrer Gegend üblich ist. Als Grundlage für den Algorithmus dienen die Daten, die die Leser bei uns eingereicht haben. Probieren Sie's einfach aus:

Alle Variablen werden mit einem Faktor gewichtet und ergeben die geschätzte Kaltmiete. Für jeden einzelnen der 6700 Datenpunkte wird anschließend der Unterschied zwischen berechneter und tatsächlicher Miete ermittelt. Diese Fehlerfunktion wird über eine mathematische Formel minimiert. Der Algorithmus wiederholt das so lange, bis der Fehler auf niedrigem Niveau einigermaßen konstant bleibt. Dennoch: Der Rechner kann daneben liegen. Das liegt einerseits an der Stichprobe, andererseits sind Mieten nicht immer rational.

Bitte beachten Sie: Der Mietpreisrechner nimmt nur ganze Zahlen an. Bitte tragen Sie bei den Quadratmetern keine Nachkommastellen in den Rechner ein.

Zahlen Sie zu viel Miete? Wir haben uns umgehört und gleich vor Ort nachrechnen lassen. Das Ergebnis:

Rahel Purschke.

"Knapp drüber ist okay": "Ich wohne in einer WG mit meiner Schwester. Ich möchte aber ausziehen und bin auf der Suche nach einer Wohnung. Die jetzige ist in Schwabing. Wir teilen uns 67 Quadratmeter auf drei Zimmer. Unsere Kaltmiete beträgt 950 Euro. Der tz- Rechner hat für meine Wohnung eine Kaltmiete von 902,60 Euro ermittelt. Also liegen wir nur knapp drüber, das ist okay." Rahel Purschke (26), Assistentin

Manfred Stanpfl

"Da habe ich ja richtig Glück": "Seit 1968 wohne ich nun in meiner Wohnung in der Fröttmaninger Straße bei der Alten Heide. Anfangs gehörte der Wohnkomplex der GBW – vor einiger Zeit wurde er dann an das Unternehmen Patrizia verkauft. Seither sind es überwiegend Eigentumswohnungen. Ich wohne privat in Miete und bezahle 480 Euro Kaltmiete jeden Monat. Mit der Wohnlage bin ich sehr zufrieden. Der tz- Rechner hat mir errechnet, dass der Durchschnittspreis der Kaltmiete für meine Wohnung bei 537,68 Euro liegen müsse. Dann habe ich ja richtig Glück mit meinen 480 Euro." Manfred Stanpfl (77), Rentner

Jan Eich.

"Differenz nehme ich in Kauf": "Ich bin in München geboren und habe anfangs in Schwabing gewohnt. Heute wohne ich in einer 2er- WG in dem Stadtteil Maxvorstadt in der Neureutherstraße. Wir teilen uns eine Wohnfläche von 64qm. Unsere WG befindet sich in einem grundsanierten Altbau, wir zahlen circa 950 Euro Kaltmiete. Das Klientel ist total gemischt und die Lage ist zentral und trotzdem ruhig. Der Rechner hat mit meinen eingegebenen Daten eine Kaltmiete von 837,37 Euro ermittelt. Wir liegen mehr als hundert Euro drüber. Das wundert mich zwar, aber ich bin dennoch so glücklich mit meiner Wohnung, dass ich diese Differenz gerne in Kauf nehme." Jan Eich (31), Ingenieur

Alle Artikel zum Wahren Mietspiegel Münchens im Überblick

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Sascha Karowski, Sara della Malva, Julia Anton

Rubriklistenbild: © Oliver Bodmer (Archivbild)

Julia Anton

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