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Weiße Dächer soll es heuer öfter geben.

Und wann es wo in München schneit

Sibirien in Deutschland: So knackig wird der Winter

München - Am Sonntag hat der Winter eine erste Kostprobe von sich in München gegeben. Erste Flocken segelten auf die Straßen nieder - steht der Landeshauptstadt ein harter Winter bevor?

Der erste Schnee ist da! In Südbayern liegt schon eine (wenn auch dünne) Schneedecke. Und mit den Flocken kommen richtige Bibbertemperaturen, nasskaltes Schmuddelwetter und erste glatte Straßen. „Das ist eine knallharte Wetterumstellung“, sagt etwa der Meteorologe Karsten Brandt von donnerwetter.de. Und diese Umstellung könnte wegweisend sein! „Es sieht alles danach aus, als würde uns der Winter diesmal ganz anders als im vergangen Jahr ganz schön beschäftigen.“

Schon in den kommenden Tagen hat uns der Winter richtig im Griff. Nachts fallen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, tagsüber ist oft Schneeregen angesagt. Kommende Woche könnte es bisserl ruhiger werden.

Aber mild wird der Winter heuer nicht. Denn die Westwinde mit der ausgleichenden Meeresluft bleiben wegen des so genannten Polarwirbels aus. „Ist der Wirbel über der Arktis schwach, werden die milden Tiefdruckgebiete von Westen blockiert“, erklärt Brandt. Und dann haben die kalten, rauen Ost- und Polarwinde freie Fahrt: Sibirien in Deutschland! „Dieses Muster konnten wir auch 2010 feststellen, da gab es fast überall weiße Weihnachten.“ In den vergangenen Jahren hingegen, in denen die Wiesen größtenteils fast durchgehend grün blieben, war der Polarwirbel stärker gewesen.

Ob es ein Rekordwinter wird, ist noch nicht klar. Aber knackig wird er mit ziemlicher Sicherheit. Laut donnerwetter.de wird es speziell im Januar richtig frostig werden. Die Wintersportler wird’s freuen. Hoffen wir nur, dass uns es nicht ganz so kalt erwischt wie die Russen, die jetzt schon mit noch mehr Schnee und Eis zu kämpfen haben als sonst (siehe „Schneedecke auf Rekordhoch“ unten).

Weiße Flocken in München: Auf die Höhe kommt es an

Lerchenauer See: 500 Meter!

Wann schneit’s in München? Die Antwort ist ganz einfach … Wenn es im Wetterbericht heißt: „Die Schneefallgrenze sinkt auf 500 Meter.“ In unserer Landeshauptstadt gibt es allerdings ganz schöne Höhenunterschiede. Die Münchner 500-Meter-Linie zieht sich vom Norden Schwabings hinüber nach Allach, wobei der Lerchenauer See ganz genau 500 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Ein paar Minuten früher fallen aber schon bei Pullach im Gut Warnberg die ersten Schneeflocken, denn dort ist mit 579 Metern Meereshöhe der höchste Punkt in München.

Auch viele andere Münchner Plätze liegen über 500 Meter, zum Beispiel der Olympiaberg mit 554,80 Metern Höhe. Dann erst ist die Innenstadt dran (521,40 Meter Stachus). Ein paar Minuten später kommen die Schneeflocken dann auch auf der Olympia-Ruderregattastracke im Schwarzhölzl an, denn dort liegt mit 480 Metern die tiefste Stelle der Gegend.

Schneedecke auf Rekordhoch

Verrückte Wetterwelt: Wegen der Klimaerwärmung steigen zwar rund um den Globus die Temperaturen – trotzdem haben wir so viel Schnee wie seit langem nicht mehr! Das Portal wetteronline.de berichtet, dass 31,48 Millionen Quadratkilometer auf der Nordhalbkugel derzeit unter einer weißen Decke liegen. So viel wie seit 40 Jahren nicht mehr! Russland ist fast komplett mit Schnee bedeckt. Wie kann das gehen? Je wärmer es wird, desto mehr schmilzt das arktische Eis im Meer. Über dem offenen Meer sammelt die Luft aber viel mehr Feuchtigkeit als über dem trocken-kalten Eis, es kommt häufiger zu Niederschlägen (Regen und eben Schnee). Über den riesigen Schneemassen kühlt sich die Luft dann ab! Das hat Folgen für uns: Das kräftige Kältehoch schwächt den so genannten ­Polarwirbel. Und je schwächer der ist, desto weniger Chancen ­haben die milden Tiefdruckgebiete vom Atlantik. Das bedeutet: Die kalte Polarluft kann ungehindert zu uns ziehen – und es wird zapfig-winterlich …

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