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So ging es am Samstag wieder auf der Isar zu – hier beim Großhesseloher Wehr. Und auf der Reißenden war der Reiseverkehr noch schlimmer.

Hochverkehr am Wehr

Isar: Paddler lassen vermehrt ihre kaputten Boote liegen

München - Am Wochenende schmissen sich Hunderte, wenn nicht Tausende Paddler ins Gummiboot, um auf der Isar von Wolfratshausen oder Schäftlarn Richtung München zu rudern. Ein Freizeitvergnügen mit Schattenseiten.

Traumhaftes Sommerwetter hat am Wochenende die Münchner nach draußen an die Isar und an die Seen gelockt. 31,1 Grad vermeldete der Deutsche Wetterdienst am Samstagnachmittag. Am Sonntag hatte es 28 Grad. Damit wurde am letzten Augustwochenende kein Temperaturrekord gebrochen: Denn am 10. und 11. Juli waren bisher die heißesten Tage des Jahres mit jeweils 33,2 Grad.

Kaputte Schlauchboote bleiben in Mengen am Ufer liegen.

Das herrliche Wochenende nutzten viele Sonnenhungrige, um im Gummiboot von Wolfratshausen oder Schäftlarn (Kreis München) Richtung München zu paddeln. Besonders am Wehr in Großhesselohe kamen die Freizeit-Kapitäne ganz schön ins Schwitzen. Denn beim letzten Hochwasser hat sich dort ein mächtiger Wall aus Treibholz gebildet, so undurchdringlich wie Stacheldraht. Das Freizeitvergnügen, das am Samstag so ausuferte, hatte auch seine Schattenseiten: „Viele Isarkapitäne kaufen sich viel zu billige Boote, die dann schlapp machen, wenn sie über den Kies schrammen“, sagt Martin Hänsle vom Bund Naturschutz. Die Gestrandeten würden den traurigen Haufen Gummi oft einfach liegen lassen und zu Fuß weitergehen. Und der Müll bleibt. Die Gummiboote sieht man dann in den Böschungen hängen.

Außerdem stapeln sich in Großhesselohe leere Flaschen, die viele Reisende nicht über das Wehr schleppen wollen. „Dieser enorme Freizeitdruck macht der Natur ganz schön zu schaffen, vor allem die Vogelwelt leidet“, sagt Hänsle. Josef Seitner von der Flößerei Wolfratshausen berichtet: „Es ist schon gefährlich, wenn die vor dem Ruder der tonnenschweren Floße herumpaddeln.“

Auch nächste Woche wird es in München wieder sommerlich. Nach einer kurzen Regenfront in der Nacht auf Montag wird es wieder wärmer. Der Meteorologe Paul Büser prognostiziert: „Mitte der Woche hat es wieder 27, 28 Grad.“

J. Welte

Stefanie Wegele

Stefanie Wegele

E-Mail:stefanie.wegele@merkur.de

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