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Ahmed S. gilt bei seinen Nachbarn als ruhiger und unauffälliger Mensch.

Passanten schreiten spät ein

Brutale Attacke: Mann (21) verprügelt drei Frauen

Obergiesing - Schreckliche Szenen haben sich am Samstagabend im U-Bahnhof Untersbergstraße abgespielt. Ein 21-Jähriger schlug brutal auf drei Frauen ein, die ihm entgegen kamen. Passanten verhinderten Schlimmeres.

Ihre Nase wurde regelrecht zertrümmert. Sie blutete aus mehreren Platzwunden im Gesicht und am Hinterkopf. Ihr ganzes Gesicht ist vier Tage später immer noch verschwollen, das linke Auge blau unterlaufen.

So richtete ein offensichtlich psychisch kranker Mann (21) eine 32-jährige Frau zu, die das große Pech hatte, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein: auf der Rolltreppe zum U-Bahnhof Untersbergstraße in Giesing. Kurz zuvor soll der Täter im Sperrengeschoss bereits zwei weitere Frauen geschlagen und gejagt haben, die jedoch rechtzeitig fliehen konnten.

Der Täter soll ein junger Türke aus Taufkirchen sein. Ahmed S. (21) lebt noch bei seinen Eltern, hat offenbar nur wenige Freunde. Ein Einzelgänger, der das Titelbild seines Internetprofils mit einer fünffarbigen Rose verzierte, aber darin fast nichts von sich preisgibt. Keine Hobbys, keine Musik, keinen Beruf. In der Nachbarschaft gilt er als ruhiger, unauffälliger Mensch.

Hier kam es zu dem Zwischenfall.

Am Samstag lungert Ahmed S. allein im Sperrengeschoss des U-Bahnhofes herum. Ohne jeden erkennbaren Anlass soll er plötzlich einer vorbeilaufenden Kosmetikerin (23) von hinten auf den Rücken geschlagen haben. Sie flieht hilfesuchend zu einer Gruppe zusammenstehender Passanten – dicht gefolgt von Ahmed S., der laut Polizei einer Touristin (24) aus Berlin im Vorbeirennen von hinten mit der Faust auf den Kopf schlägt. Die Passanten laufen davon. Bei der Verfolgung trifft Ahmed S. auf die ahnungslose Bulgarin (32), die ihm auf der Rolltreppe entgegenkommt. Mehrere Faustschläge treffen sie ins Gesicht. Sie fällt. Wie von Sinnen soll Ahmed S. weiter auf ihren Kopf eingedroschen, an ihren Haaren gezerrt und ihren Kopf gegen die Seitenwand geknallt haben.

Jetzt erst greifen die Passanten ein. Sie überwältigen den Tobenden gemeinsam und halten ihn fest, bis die Polizei kommt. Als die Beamten eintreffen, liegt S. apathisch auf dem Boden, spricht kein Wort. Er wurde in die Psychiatrie eingewiesen.

Dorita Plange

Dorita Plange

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E-Mail:Dorita.Plange@tz.de

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