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Bis zu 1100 Wohnungen könnten auf diesem Areal entstehen. Früher diente die Fläche als Tramdepot.

Über 1000 neue Wohnungen

Neue Siedlung auf ehemaligem MVG-Betriebshof

München - An der Zschokke- und der Westendstraße in Laim sollen auf einer Fläche von rund acht Hektar bis zu 1100 Wohnungen entstehen.

Große bebaubare Flächen sind in München inzwischen Mangelware. Doch es gibt sie noch. Zum Beispiel in Laim: Nach der Umsiedlung des Busbetriebshofs nach Moosach stehen dort auf einem teils bereits brachliegenden Areal an der Zschokke- und der Westendstraße rund acht Hektar zur Verfügung. Es soll zur Heimat für ein neues Quartier werden. Die Zahl der Wohnungen könnte deutlich höher ausfallen als bisher geplant. Nicht nur bis zu 850, sondern bis zu 1100 sind dort vorstellbar.

Noch sind die Planungen im Anfangsstadium. Erst ein Architektenwettbewerb wird Aufschluss darüber geben, wie viele Wohnungen auf der Fläche realisierbar sind, wie die neuen Gebäude und verschiedene Nutzungen angeordnet werden. Über den Stand der Dinge informierten Vertreter des Planungsreferats am Dienstag den Bezirksausschuss und gestern Abend die Anwohner.

Im vergangenen Jahr war noch von 800 bis 850 Wohnungen die Rede. Der Stadtrat beauftragte dann die Verwaltung damit, zu prüfen, ob auf dem Gelände, das früher als Tramdepot diente, nicht noch mehr machbar ist. So oder so: „Es werden sehr viele Wohnungen“, so Jörg Wenzel vom Planungsreferat. Das erfordere eine durchdachte Planung. Vorgabe sei in jedem Fall, „dass bei der Qualität keine Abstriche gemacht werden.“

Es gibt weitere Vorgaben für die Architekturbüros: An der Nordost-Ecke des Areals soll ein bis zu 60 Meter hohes Hochhaus eingeplant werden. Dort ist ein Mischgebiet vorgesehen mit kleineren Läden und Gastronomie. Fest steht auch, dass in dem Quartier eine fünfzügige Grundschule mit Räumen für Ganztagesbetreuung sowie vier integrierte Einrichtungen für Kinderbetreuung gebaut werden. Außerdem soll eine zwei Hektar große öffentliche Grünfläche entstehen.

Im März 2017 werde das Zwischenergebnis des zweistufigen Wettbewerbs vorgestellt, danach folge eine weitere Informationsveranstaltung für die Bürger, kündigte Wenzel an. Mitte Oktober 2017 entscheide die Jury über den Siegerentwurf. Anschließend werde erneut die Öffentlichkeit beteiligt. Danach folge das Bebauungsplanverfahren.

Im BA gab es auch skeptische Gesichter: „Das klingt sehr gut, doch bringen wir das alles unter?“, fragte SPD-Fraktionssprecherin Martha Mertens. „Es wird dicht“, sagte Wenzel. „Aber es geht alles drauf.“ Vorplanungen hätten dies gezeigt. Alexandra Gaßmann (CSU) mahnte an, nicht nur kleinere Wohnungen einzuplanen, sondern auch an Familien mit mehr als zwei Kindern zu denken. Positiv aufgenommen wurde, dass als Schwerpunkt Mietwohnungen und Genossenschaftswohnungen angedacht sind. Weniger gut kam an, dass das ursprünglich geplante Pflegeheim gestrichen wurde. Dafür gibt es laut Stadt keinen Bedarf. „Andere Einrichtungen oder Wohnformen für Senioren sind durchaus möglich“, erklärte Wenzel.

Brigitta Wenninger

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