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Das Hacker-Pschorr Bräuhaus an der Wiesn schließt.

Neues Einkaufsquartier an der Theresienhöhe

Aus für das Hacker-Pschorr Bräuhaus an der Wiesn

München - Wer geht, wer kommt – das Beben des Münchner Gastro-Markts: Das Hacker an der Theresienwiese schließt. Das könnte auch Folgen für das Forum Schwanthalerhöhe haben.

Wer nach der Wiesn noch weiterfeiern wollte, ein preisgünstiges Mittagsschmankerl suchte oder wie die Löwen und der EHC München eine große Feier plante – den zog’s ins Hacker-Pschorr Bräuhaus an der Theresienhöhe. Doch mit der Riesen-Wirtschaft ist bald Schluss: Die Gaststätte mit ihren drei Lokalen wird zum 31. März 2017 schließen. „Das trifft uns alle hart“, sagt Wirt Klaus Rehklau traurig.

Das große Bräu(h)aus schockt die Stammgäste. Schließlich hatte Rehklau seit 2007 mit seiner Frau Tatjana das Lokal geleitet. Bis zu tausend Besucher fanden Platz in dem bayerischen Wirtshaus samt Biergarten, der Trattoria Bella Birreria und der B7-Sportsbar.

Schwieriges Jahr 2016

Doch das Jahr 2016 hatte es in sich für den Wirt und seine Belegschaft. „Wir mussten jetzt auf die Situation reagieren“, sagt Rehklau. Immer weniger Gäste zog es in sein Lokal. Die Gründe sind für den Wirt klar: Seit Sommer gibt es am ehemaligen XXXLutz-Gebäude eine XXXL-Baustelle.“ Und die brachte Probleme für den XXXL-Wirt: „Dadurch entstanden dunkle, verwaiste Ecken, für die Gäste nicht wirklich schön.“ Dazu kommt, dass das nahe Parkhaus teilweise geschlossen war. Nach dem Amoklauf vom Juli im OEZ sei eine generelle Angst dazugekommen. Und auch die Wiesn sei schwierig gewesen: „Es gab den großen Bauzaun und durch den Sicherheitsaspekt völlig neue Wege und viel Verkehr.“

Eines ist Rehklau wichtig: „Wir sind nicht insolvent. Aber es macht für uns keinen Sinn mehr, eine Großgaststätte zu betreiben, wenn um uns herum alles abgerissen beziehungsweise entkernt wird.“

Rehklau einigt sich mit Schörghuber-Gruppe

Vergangene Woche hat sich Rehklau mit der Hacker-Pschorr-Brauerei sowie mit dem Hauseigentümer – der Schörghuber-Gruppe, – geeinigt. Einvernehmlich. Jetzt sucht er für seine Angestellten neue Jobs. „Zum Glück werden in München gastronomische Mitarbeiter händeringend gesucht.“

Wie Hacker-Pschorr der tz mitteilt, soll in Zukunft hier wieder ein neuer gastronomischer Betrieb einziehen. „Noch steht aber nichts Genaues fest“, heißt es. Rehklau will sich nun verstärkt um sein Forsthaus Wörnbrunn bei Grünwald kümmern – und um das Familienhotel im Allgäu.

Neues Einkaufsquartier an der Theresienhöhe

Forum Schwanthalerhöhe – so heißt das große Einkaufszentrum, das bis Herbst 2018 an der Theresienhöhe neben dem Hacker-Pschorr Bräuhaus entstehen soll. Wo früher der XXXLutz war, bauen die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB) aus Hamburg und die Bayerische Hausbau einen neuen Komplex. Auf 25 000 Quadratmetern entstehen Geschäfte und Lokale. Kosten: 220 Millionen Euro. „Wir sind voll im Plan“, so die HBB zur tz. Welche Geschäfte einziehen, das will die Firma erst später veröffentlichen.

Gleich daneben – an der Schwanthalerhöhe 111, wo früher der US-Spielzeugriese Toys’R’Us lag – wird ebenfalls gebaut: Die Schörghuber-Gruppe errichtet auf 5300 Quadratmetern einen Edeka-Markt, einen Biomarkt VollCorner und die italienische Gastrokette L’Osteria. Auch hier soll alles 2018 fertig sein.

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