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Der Kongresssaal des Deutschen Museums: Wo früher das Kino logierte, wird bald getanzt.

Deutsches Museum

Frischer Wind für den Kongresssaal

München - Seit fast sechs Jahren steht das „Forum der Technik“ des Deutschen Museums leer, doch bald soll es neu belebt werden. Geplant sind ein Club, ein Restaurant und eine Veranstaltungsfläche. Auch für Münchens Kreative wird Platz sein.

Ruhig war es im Kongresssaal an der Ludwigsbrücke lange genug. Seit 2010 der Kinobetrieb aus dem Kopfbau des Deutschen Museums auszog, steht er leer. Das soll sich bald ändern. Wie jetzt aus der Antwort auf eine Stadtratsanfrage hervorgeht, soll schon Anfang des kommenden Jahres wieder ein Gastronomie- und Veranstaltungsbetrieb in dem Gebäude untergebracht werden – allerdings nur als Zwischennutzung auf fünf Jahre beschränkt.

Die Fläche im Erdgeschoss des Kongresssaals wird zweigeteilt. Ein Teil soll für Veranstaltungen aller Art zur Vermietung angeboten werden. Alex Wolfrum, Prokurist bei der Firma Location Broker, die das Gebäude gemietet hat, erklärt: „Hier können zum Beispiel Ausstellungen, Lesungen oder Firmenfeiern stattfinden.“

Auf dem anderen Teil ist ein Restaurant mit Terrasse und ein Musikclub geplant. Eingemietet haben sich Sandra Forster, Jisho Lang, Branimir Peco und Robert Lorenz, die auch die Bar-Restaurants Charlie, Kismet und Kiss betreiben und bis Februar mit dem „Kong Club“ an der Prielmayerstraße erfolgreich waren. Auch DJ David Muallem, der früher im Club Bob Beaman aktiv war, ist mit dabei. Genaueres zum Konzept will das Team derzeit noch nicht verraten, man arbeite noch am letzten Feinschliff, heißt es. Eines lassen die Macher dann aber doch schon raus: Man wolle im Forum der Technik nicht einfach das Kong wiederbeleben. „Es entsteht ein vollkommen neuer Club“, sagte Muallem unserer Zeitung auf Anfrage.

Ein Raum des Gebäudes soll darüber hinaus als sogenanntes MakerLab genutzt werden – also ein Labor für Bastler. In Zusammenarbeit mit der TU München können Kreative und Macher die hier untergebrachten Werkstätten für ihre Projekte nutzen.

Eventuelle Sorgen über eine Lärmbelästigung durch den neuen Veranstaltungsort kann Prokurist Wolfrum zerstreuen: „Wir stecken eine sechsstellige Summe in den Lärmschutz. Da ist es technisch ausgeschlossen, dass Lärm nach außen dringt.“

Beim Deutschen Museum zeigt man sich sehr zufrieden über die geplante Zwischennutzung. „Wir glauben, jemanden gefunden zu haben, der das Gebäude wieder beleben kann. Da passiert jetzt richtig was“, freut sich Sprecher Gerrit Faust. Schon im nächsten Jahr hofft das Museum dann, das Konzept für die Zeit nach der Zwischennutzung präsentieren zu können. „Es gibt bereits sehr viele Ideen, aber das Ganze soll Hand und Fuß haben und natürlich auch finanzierbar sein“, sagt Faust. Wir wollen etwas, dass auch im Interesse der Münchner ist.“

Annika Schall

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