Demo für das Bleiberecht

Flüchtlinge campieren am Sendlinger-Tor-Platz

München - Dutzende Flüchtlinge demonstrieren in München für ihr Bleiberecht. Sie campieren eine Woche lang mit Schlafsäcken und Bannern am Sendlinger-Tor-Platz. 

Alles genehmigt: Flüchtlinge protestieren am Sendlinger-Tor-Platz in München gegen eine "ungleiche Behandlung". 

Drei Jahre nach dem lebensgefährlichen Hungerstreik auf dem Rindermarkt im Sommer 2013 (tz berichtete) demonstrieren seit gestern erneut Flüchtlinge – diesmal auf dem Sendlinger-Tor-Platz (Innenstadt). Als verantwortlich zeichnet eine offensichtlich gut organisierte „Medien-Gruppe Refugee Struggle For Freedom“, die seit gestern mit rund 50 Flüchtlingen auf dem Platz campiert und Pressemitteilungen in zwei Sprachen (Deutsch und Englisch) verschickt. Die Gruppe spricht von „Besetzung“, um für das Bleiberecht geflüchteter Menschen zu demonstrieren. Fakt jedoch ist, dass diese Demonstration beim KVR angemeldet und genehmigt wurde. Das Camp wird bis zum 14. September auf dem Sendlinger-Tor-Platz geduldet. Die Bewohner haben die offizielle Erlaubnis, unter anderem sechs Pavillons, Schlafsäcke, drei Megaphone, Lautsprecher sowie Banner und Fahnen zu verwenden. Essen und Getränke organisieren die Camp-Bewohner selbst.

Unter den Teilnehmern befindet sich auch ein Aktivist, der bereits im Sommer 2013 am Hungerstreik am Rindermarkt teilnahm. Das Camp wurde von der Polizei aufgelöst. nachdem mehrere Menschen in Lebensgefahr schwebten. Im November 2014 waren demonstrierende Flüchtlinge am Sendlinger-Tor-Platz in die Bäume geklettert und hatten dort eine bitterkalte Nacht lang ausgeharrt.

Flüchtlinge campieren aus Protest in München: Bilder

Rubriklistenbild: © Marcus Schlaf

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