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Erschreckende Zustände: Dort, wo Kinderwagen geparkt werden, liegen Spritzen und anderes Drogenbesteck herum.

Ein Vater berichtet

Am Hauptbahnhof: Drogen-Irrsinn vor der Kita

München - In einer Kinderkrippe spielen Zwergerl mit ihren Betreuerinnen – da setzt sich direkt vor ihren Augen, vor dem Fenster, ein Drogenabhängiger eine Spritze!

Genau das ist jetzt in einer Kita in der Nähe des Hauptbahnhofs passiert. Wie brisant das Thema Drogen dort direkt vor der Haustür ist: Das hat ein besorgter Vater, dessen Sohn in diese Einrichtung geht, der tz geschildert.

„Drogen, Alkohol, Prostitution – Bahnhofsviertel immer schlimmer“:So lautete am Montag die Schlagzeile der tz. Das bekräftigt der Vater (der anonym bleiben will). So fänden Eltern im Außenbereich der Krippe fast täglich Drogenbesteck – sogar im Sandkasten! Wenn die Mamas und Papas die Kinderwagen parken, müssten sie aufpassen, nicht in die Nadeln zu greifen. Die Krippe selbst könne absolut nichts dafür – im Gegenteil. Der Hausmeister mache schon tägliche Kontrollgänge. Auch mit der Stadt und der Polizei arbeite man eng zusammen. Aber den Eltern ist klar: Die Situation wird immer schlimmer!

Die Polizeipräsenz am Hauptbahnhof soll verstärkt werden, fordert die SPD.

Nachdem der Münchner CSU-Landtagsabgeordnete Andreas Lorenz in der tz zum Beispiel mehr Überwachungskameras im Bahnhofsviertel forderte, widmet sich nun auch die SPD-Stadtratsfraktion dem Thema. „Die bayerische Polizei braucht mehr Personal, um an Orten mit besonderem Bedarf an Sicherheitskräften wie der Gegend um den Hauptbahnhof stark präsent zu sein.“ Noch in dieser Woche solle es zu einem Gespräch mit Polizei und Kreisverwaltungsreferat über weitere Sicherheitsmaßnahmen kommen: „Beleuchtung und Hygiene sind Thema.“

Der Münchner Polizei könne man nicht vorwerfen, zu wenig zu tun, betont SPD-Sprecher Christian Pfaffinger – sie mache sehr gute Arbeit. „Trotzdem lohnt sich mehr Personal, damit die Präsenz vor Ort verstärkt werden kann.“

Für Alexander Miklosy, als Bezirksausschussvorsitzender für das Bahnhofsviertel zuständig, stellt sich die Situation nicht ganz so dramatisch dar: „Ein Hauptbahnhof in einer Großstadt ist immer ein Fokus für kriminelle Aktivitäten wie Drogenhandel.“ Dass dies zunimmt, kann er anhand der Beschwerden im Bezirksausschuss nicht bestätigen. Dennoch schockiert ihn der Bericht von der Kita.

Hier gehe es um Drogensüchtige, die in ihrer Krankheit keinen Blick mehr für die Sorgen von Eltern oder Erziehern haben. „Hier sind unsere Streetworker schon sehr aktiv. Aber vielleicht noch nicht genug …“

Andrea Stinglwagner

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