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Der sogenannte „Schwammerl“, der runde Vorbau vor dem Eingang des Hauptgebäudes, soll zudem bald abgerissen werden.

Vorbau kommt weg

Bahnhof: „Polizeidichte ist nirgends höher“

Nach den Vorwürfen des CSU-Landtagsabgeordneten Andreas Lorenz, das Polizeipräsidium München würde die Augen vor der Situation am Hauptbahnhof verschließen, nimmt das Präsidium Stellung.

„Wir kaschieren hier nichts“, sagt Polizeisprecher Thomas Baumann. „Natürlich gibt es im Südlichen Bahnhofsviertel Betäubungsmittelkriminalität, illegale Prostitution, alkoholbedingte Störungen, Bettelei und Ansammlungen arbeitssuchender Menschen.“ Deshalb gebe es auch keinen zweiten Ort in München, an dem die Polizei – uniformiert und zivil – so viel Präsenz zeige. „Die Polizeidichte ist nirgends höher als im Bahnhofsviertel.“ Zwei weitere Kameras – derzeit gibt es zwei – sollen bald für mehr Sicherheit sorgen.

Der sogenannte „Schwammerl“, der flache, runde Vorbau vor dem Eingang des Hauptgebäudes, soll zudem bald abgerissen werden. Er wird laut einer Sprecherin im Zuge der Hauptbaumaßnahmen für die zweite Stammstrecke abgerissen und nicht wieder aufgebaut. Dies war auch der Wunsch der Polizei.

Seit Anfang des Jahres waren am Hauptbahnhof und im Umfeld 533 Einsatzzüge des Präsidiums und der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Die jeweils 20 bis 30 Beamten sorgten zusätzlich zu den zuständigen Polizeiinspektionen vor Ort für Sicherheit.

Etwa 30 Schwerpunkteinsätze gab es seit Januar. Die Kriminalpolizei registrierte 62 Einsätze, gemeinsame Streifen von Landes- und Bundespolizei gab es 63. Durch die ständigen Kontrollen soll verhindert werden, dass sich irgendeine Szene verfestigen kann.

1658 Rauschgiftdelikte registrierte die Polizei seit Jahresbeginn – das sind sechs pro Tag. Die Interpretation, die Polizei verschließe die Augen, sei jedoch falsch, sagt Baumann. Das Gegenteil sei der Fall: Nur wenn die Polizei kontrolliere und zugreife, werde ein Fall aktenkundig. „Durch mehr Präsenz und Kontrollen werden natürlich auch zusätzliche Delikte bekannt.“ Wie berichtet, ist auch die „Sitte“ verstärkt im Bahnhofsviertel unterwegs. Schein-Freier zogen zuletzt elf illegale Prostituierte aus dem Verkehr – seit Januar gab es 45 Verstöße. Dazu kommen 1035 allgemeine Ordnungswidrigkeiten und 3500 Platzverweise.

Beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) wurde bereits ein „Runder Tisch Hauptbahnhof“ eingerichtet.

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