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Wurden am Abend Schüsse auf eine Tram der Linie 19 abgegeben? Zeugen wollen einen Mann mit einer Waffen weglaufen gesehen haben.

Polizei sucht weitere Zeugen

Linie 19: "Es gab Schüsse, das ist Fakt"

München - Ein Einschussloch in der Seitenscheibe einer Trambahn hat am Donnerstagabend für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Die Polizei schloss nicht aus, dass ein Schuss aus einer scharfen Waffe die Scheibe beschädigte.

Die Tram 19 steht auf der Maximiliansbrücke, da tut es an einer Seitenscheibe einen Schlag. Ein Fahrgast entdeckt ein rundes Loch am oberen Rand des Glases, der Rest der Scheibe ist komplett gesplittert. Er ruft die Polizei.

Weil sich die Sache stark danach anhört, als hätte jemand mit einer scharfen Waffe auf die Tram geschossen, schickt die Einsatzzentrale gegen 17.15 Uhr ein Großaufgebot auf den Weg. Mehr als 20 Beamte riegeln die Maximiliansbrücke ab, die unterhalb des Landtags die Isar quert. Die Spurensicherung rückt an und untersucht die Straßenbahn, Beamte suchen den Boden der Brücke ab. Doch sie wissen nicht, nach was genau sie überhaupt suchen sollen.

Polizeisprecherin: "Es gab Schüsse, das ist Fakt"

„Es gab einen Einschlag in der Scheibe. Wir wissen nicht, woher er kam. Es könnte auch ein Stein oder eine Softair-Waffe gewesen sein“, sagte Polizeisprecher Wolfgang Wenger. Zwar habe niemand einen Knall gehört. Dennoch: „Ein Schuss ist nicht ausgeschlossen, aber ausschließen können wir gar nichts“, erklärte Wenger noch am Abend. Am Freitag war für die Polizei jedoch klar:  "Es gab Schüsse, das ist Fakt. Was es genau war und woher es kam, wissen wir aber noch nicht", so eine Sprecherin.

Fest steht allerdings, dass eine Frau, die nicht im Zug saß, eine verdächtige Person an der Trambahn bemerkt hat. "Sie hat gesehen, wie ein Mann etwas in der Hand hielt und flüchtete", berichtete Wenger. Allerdings kann die Frau den Verdächtigen nicht genau beschreiben. Bekannt ist nur, dass er 20 bis 30 Jahre alt sein soll. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die in der Tram gefahren sind oder den Vorfall von außen beobachtet haben.

Bilder: Großeinsatz nach Schüssen auf Tram

Der Tram-Verkehr zwischen den Haltestellen Maxmonument und Max-Weber-Platz musste während des Einsatzes unterbrochen werden, erklärte die MVG. Die Straßenbahnen wendeten an den jeweiligen Stopps, die Haltestelle Maximilianeum wurde in dieser Zeit nicht bedient.

Ann-Kathrin Gerke

Die Polizei sucht weitere Fahrgäste, die während des Vorfalls in der Tram waren oder zwischen 17 und 17.30 Uhr im Umkreis oder auf der Maximiliansbrücke verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt die Polizei unter der Nummer 089/2910-0 oder in jeder Polizeidienststelle entgegen.

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