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Einsatz in der Thalkirchner Straße: Elvira S. ist gewaltsam aus dem Leben geschieden. Sie wurde nur 38 Jahre alt. Vom Täter fehlt jede Spur.

38-Jährige wird leblos aufgefunden

Tod im Promihaus: Claudia Effenbergs Nachbarin ermordet!

München - Mord in der Isarvorstadt: Wie die Polizei berichtet, ist eine 38-Jährige tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Die Obduktion ergab - sie starb keines natürlichen Todes.    

Man sah sie so gut wie nie in der sogenannten feinen Gesellschaft. Und wenn, dann blieb sie lieber inkognito. Denn die gebürtige Ungarin Elvira S. (38) – Witwe eines im Jahr 2014 verstorbenen Puchheimer Patent-Millionärs – scheute das Rampenlicht und führte ein stilles Leben im gediegenen Luxus. Im 100 Jahre alten, vom französischen Designer Philippe Starck luxussanierten ehemaligen Arbeitsamt in der Thalkirchner Straße fand sie Ruhe und Rückzug unter Ihresgleichen. Denn hier wohnen bzw. investierten eine ganze Reihe bekannter und vermögender Persönlichkeiten – darunter auch Claudia Effenberg, Ehefrau von Fußballtrainer Stefan Effenberg.

Noch in dieser Woche wollte Elvira S. in eine Eigentumswohnung in der Nähe umziehen. Am Dienstag um 13 Uhr telefonierte sie noch mit der Hausverwaltung. Es war ihr letztes Lebenszeichen. Danach hat keiner ihrer Freunde sie mehr erreicht. Am Mittwoch wurde die Wohnung mit dem Zweitschlüssel geöffnet. Da war Elvira S. schon seit Stunden tot. Ermordet – wie Markus Kraus, Chef der Münchner Mordkommission, am Freitag bekanntgab.

Claudia Effenberg (50) lebt mit ihren Kindern ebenfalls in dem gut bewachten Haus. Ein Concierge sitzt Tag und Nacht im Foyer, Kameras bewachen Hof und Zugänge. Hier kommt niemand ungesehen herein. „Ich hatte am Mittwoch morgen ein Kamerateam von Pro7 zu Gast. Da fuhr draußen plötzlich die Polizei und ein Krankenwagen vor,“ berichtet Claudia Effenberg, die besorgt bei der Polizei nachfragte. Viel erfuhr sie nicht. Nur dass sie sich keine Sorgen machen müsse. „Ich habe die arme Frau auch nicht gekannt“, sagte sie am Freitag bedrückt.

Zu diesem Zeitpunkt fuhren Mordkommission und Spurensicherung in der Wohnung darunter bereits das volle Programm. Der Notarzt hatte schnell erkannt, dass die Frau keines natürlichen Todes gestorben war. Die Obduktion am gleichen Abend bestätigte den Verdacht.

Markus Kraus: „Es gibt keine Anzeichen für einen Sexualmord und nach bisherigen Erkenntnissen fehlt auch nichts.“ Die Habe der vermögenden Frau war bereits in Kisten verpackt. Weil es keinerlei Aufbruchsspuren gibt und die Wohnung von außen nicht zugänglich ist, hat Elvira S. ihrem Mörder vermutlich selbst die Tür geöffnet. Die Mordkommission sichtet bereits die Überwachungsvideos und ermittelt im Bekanntenkreis.

Elvira S. lebte seit dem Tod ihres Ehemannes allein. Sie hatte keine Kinder, wohl aber mittlerweile wieder einen Freund, der in Ungarn lebt. „Wir haben bereits mit ihm telefoniert,“ informierte Kraus.

Der verstorbene Firmenchef Horst S. (†66) hatte seiner Frau eine ganze Reihe Beteiligungen an weltweit erfolgreichen Patenten (z.B. die Pfandschlösser, Wegfahrsperren und Lupen an Einkaufswagen, Küchenmesstechnik, etc.) hinterlassen. Wie hätte er ahnen können, dass sie ihm so schnell folgen würde...

Dorita Plange, jam

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