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Luxussanierungen gab es in der Altstadt und im Lehel schon zuhauf. Der BA will weitere verhindern, etwa in der Kreuzstraße (Foto) oder der Damenstiftstraße und eine Erhaltungssatzung erlassen. Dadurch könnte man Bauprojekte wie an der Lerchenfeld- oder der Oettingenstraße verhindern.

Günstige Wohnungen sollen erhalten werden 

Altstadt und Lehel: Neuer Vorstoß gegen Luxussanierungen

München - Jetzt reicht es Wolfgang Neumer (CSU). Dem Vorsitzenden des örtlichen Bezirksausschusses (BA) ist das Thema Luxussanierung in der Altstadt und im Lehel ein Dorn im Auge

„Ich habe vor drei Jahren eine Erhaltungssatzung gefordert, die Stadt hat sie aber abgelehnt“, sagt der 57-Jährige. Die Erhaltungssatzung ist ein Mittel der Kommune, die Möglichkeiten privater Bauherren einzuschränken. Jetzt hat der BA einen neuen Anlauf gegen den Luxushammer unternommen. „Wir haben hier an einigen Stellen noch nachweislich eine gemischte Bevölkerung. Von arm bis reich.“ Allerdings könnte diese Mischung verschwinden. Denn: „Wir haben bereits Anfragen für riesige Bauprojekte.“ 

Dass dort keine günstigen Wohnungen entstehen, ist unstrittig. Beispiel ist die Lerchenfeldstraße. Dort werden im neuen Wohnkomplex Park Avenue 23 Bleiben eingerichtet. Luxus-Lofts – bei Preisen von bis zu 20.000 Euro pro Quadratmeter. An gleicher Stelle lebten einst Familien, einige seit 30 Jahren! Sie erhielten Abfindungen und mussten gehen. 

Die bis zu 400 Quadratmeter großen Penthäuser konnten sie sich nicht leisten. Die Erhaltungssatzung soll Ähnliches in drei Gebieten verhindern: Lerchenfeldstraße (ab Himmelreich- und Paradiesstraße bis Karolinenstraße), Oettingenstraße (ab Himmelreichstraße nach Norden), Emil-Riedel-Straße bis Rosenbuschstraße, Reitmorstraße bis Crusiusstraße Kreuzstraße, Damenstiftstraße, Altheimer Eck (Südseite), Hotterstraße (Westseite), Hackenstraße zwischen Hotter- und Sendlinger Straße, Sendlinger Straße nach Süden (Westseite), Asamhof, Herzog-Wilhelm-Straße östlich, Josephspitalstraße Bürkleinstraße, Pfarrstraße, Thierschplatz, Tattenbachstraße bis Robert-Koch-Straße, Reitmor- bis Prinzregentenstraße, Liebigstraße südlich bis Wagmüllerstraße, Wagmüllerstraße westlich, Unsöldstraße bis Bruderstraße; Seitzstraße westlich, Sigmundstraße, Pilotystraße; Christophstraße.

Nun muss der Stadtrat entscheiden, ob er den Luxushammer im Lehel stoppen will. Einen Zeitplan gibt es noch nicht.

Erhaltungssatzung

Die ersten Erhaltungssatzungen traten 1987 in Kraft. Damit soll gesichert sein, dass Altbauten nur so saniert werden, dass ein Teil der Wohnungen für Menschen mit geringerem Einkommen erschwinglich bleibt. Zudem muss jede Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen von der Kommune einzeln genehmigt ­werden. Die Satzungen gelten immer fünf Jahre und müssen dann verlängert werden. In München existieren derzeit 20 ­Erhaltungssatzungen mit rund 141.000 Wohnungen, in denen insgesamt etwa 249.000 Menschen leben.

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Die zweite Zerstörung Münchens: Bausünden nach dem 2. Weltkrieg

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