+
Die Proben haben begonnen, doch noch fehlen der offiziellen Münchner Faschings-Garde der Faschingsgesellschaft Narrhalla Tänzerinnen und Tänzer. Denn die Fluktuation ist groß – vor allem bei den Jungen Mitgliedern der Garde. Jedes Jahr studiert die Truppe des TSC Metropol eine neue Revue aus verschiedenen Tanzstilen ein. Das Motto für den kommenden Fasching ist natürlich schon bekannt – wird aber noch geheimgehalten.

Faschingsvorbereitungen

Dem Prinzenpaar fehlt noch die Garde

München - Der TSC Metropol stellt seit Jahrzehnten die Narrhalla-Garde – Für diese Saison werden noch dringend Tänzer gesucht.

Während in München noch kaum jemand an Fasching denkt, ist das beim TSC Metropol völlig anders. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, im Zunfthaus-Saal in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt wird fleißig geprobt. „Ihr beiden werdet Anzüge anhaben und ihr dort tragt Federn“, verrät Choreographin und Trainerin Angelica Ebel den Tänzerinnen und Tänzern des TSC Metropol. Der Verein stellt schon seit über zwanzig Jahren die offizielle Garde des Faschingsprinzenpaars der Narrhalla. Auch in der kommenden Faschings-Saison. Doch der Truppe fehlen heuer noch etliche Mitstreiter.

Noch proben sie ohne Musik und Kostüme zu dem Takt, den die Trainerin laut zählt: Eins, zwei, drei, vier, eins, zwei, drei, vier. „Du musst innen rein und du außen an ihr vorbei“, ruft eine Tänzerin einer anderen zu. Bei den wichtigen Auftritten des Prinzenpaares werden die Tänzer eine Show zum Faschingsthema des jeweiligen Jahres darbieten. Jedes Jahr studieren sie eine neue Revue aus verschiedenen Tanzstilen ein. Von Standard über Latein bis Hip-Hop und Bauchtanz war schon alles dabei.

Das Foto zeigt die Truppe in ihren bunten Kostümen während der vergangenen Faschings-Saison.

„In der vergangenen Saison hatten wir rund sechzig Auftritte“, erzählt der Präsident des TSC, Thorsten Kragh. „Das ist sehr viel Arbeit, es macht aber wahnsinnig Spaß!“ Mitte Januar zeigt die Garde ihre Show zum ersten Mal, danach tanzen sie an jedem Wochenende täglich mindestens zweimal vor Publikum, mitunter kommen auch mal bis zu sechs Auftritte am Tag zusammen. Die Resonanz des Publikums sei in der Regel sehr positiv, sagt Kragh. Viele Zuschauer würden sich ganz besonders auf den Auftritt der Garde freuen. „Der Applaus nach der Show ist die beste Belohnung für den ganzen Schweiß“, schwärmt er.

Nach der Faschingssaison gönnen sich die Tänzer einige Wochen Verschnaufpause, dann startet wieder das Training für das nächste Jahr. Zunächst werden Grundschritte geübt, damit alle wieder auf einem ähnlichen Leistungsstand sind.

Sobald das Thema der nächsten Faschingszeit feststeht, beginnt die Choreographin Angelica Ebel mit der konkreten Planung der Show. Während das Faschings-Thema vor der Öffentlichkeit noch geheim gehalten wird, arbeitet sie schon an den Tänzen und Kostümen. Dafür bestellt sie Kleidungsstücke aus der ganzen Welt. „420 Kostümteile waren es letztes Jahr, davon einige aus Brasilien und China“, berichtet Ebel. „Wir wollen die Zuschauer immer wieder überraschen und beeindrucken.“ Während sie spricht, trainiert die Gruppe im Hintergrund weiter. Die Anleitung übernimmt dabei eine der schon erfahrenen Tänzerinnen und zählt laut den Takt mit.

Einer der routiniertesten Tänzer ist Matthias Niederlechner. Am Gardetanz gefällt dem 39-Jährigen, dass es mal Phasen mit mehr und dann welche mit weniger Belastung gibt. „Gerade in der kalten Jahreszeit tut mir die Bewegung gut“, findet der Mitarbeiter einer Vermögensverwaltung. „Ob eine Saison ein Erfolg war, hängt für mich aber auch davon ab, ob wir als Team zusammengewachsen sind.“ Das ist eine der größten Herausforderungen: Die Gruppe muss sich jedes Jahr neu finden, da immer wieder erfahrene Mitglieder aufhören.

„Tänzer ziehen zum Studium oder für die Arbeit in eine andere Stadt oder müssen pausieren, weil sie Examen schreiben“, erzählt Thorsten Kragh. Die Mobilität der jungen Generation ist ein Fluch für Vereine wie den TSC, die auf Kontinuität angewiesen sind. Ebenso der Individualismus: Wenige teilen heute noch Matthias Niederlechners Vorliebe, der sagt, dass er eben lieber im Team als alleine im Fitnessstudio trainiert.

Heuer war der Umbruch in der Truppe besonders groß: für die bevorstehende Saison ist die Gardetanz-Gruppe noch auf der Suche nach Verstärkung. „Interessenten sollten mindestens 15 Jahre alt und sportlich sein“, sagt Präsident Kragh. „Nach oben gibt es kein Alterslimit, wenn man fit und bühnentauglich ist.“ Menschen mit Tanzerfahrung seien natürlich besonders willkommen, aber das Wichtigste sei, dass man Körperkontrolle mitbringt. Trainerin Ebel stimmt zu: „Ich gebe nur die auf, die faul sind und nicht dazulernen wollen.“ Allen anderen legt sie den Gardetanz wärmstens ans Herz.

Kontakt und Information unter info@tsc-metropol.de oder www.tsc-metropol.de.

Sören Götz

Auch interessant

<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen
<center>Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder fuchsia</center>

Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder fuchsia

Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder fuchsia
<center>Wiesn Editionskrug Nr.2 "Gronemeyer-Schilz" 1,0 l mit Deckel</center>

Wiesn Editionskrug Nr.2 "Gronemeyer-Schilz" 1,0 l mit Deckel

Wiesn Editionskrug Nr.2 "Gronemeyer-Schilz" 1,0 l mit Deckel

Meistgelesene Artikel

Ein Dieb bot mir mein eigenes Handy an

München - Dicke S-Klasse, mehrere Telefone, teure Kleidung – die Geschäfte von Husam Alrawi (45) scheinen bestens zu laufen. Am vergangenen Freitag wurde ihm aber ein …
Ein Dieb bot mir mein eigenes Handy an

Verdächtiger Geruch: Teil des Bavariarings gesperrt

München - Am Montagabend wurde ein Abschnitt des Bavariarings gesperrt. Auslöser war ein verdächtiger Geruch.
Verdächtiger Geruch: Teil des Bavariarings gesperrt

Notarzteinsatz an der U-Bahn-Haltestelle Sendlinger Tor

München - Ein Notarzteinsatz im Gleisbereich des U-Bahnhofs am Sendlinger Tor sorgte für Verspätungen bei der U-Bahn.
Notarzteinsatz an der U-Bahn-Haltestelle Sendlinger Tor

Video: Sexy Santa verteilt am Odeonsplatz Schokolade gegen Tierleid

München - Lieber nackt als Pelz - dieses Motto vertritt die Tierschutzorganisation Peta und sorgt mit ihren Aktionen immer wieder für Aufsehen. Wir streamen live von der …
Video: Sexy Santa verteilt am Odeonsplatz Schokolade gegen Tierleid

Kommentare