Komponist Heinrich K. soll eine Frau vergewaltigt haben. Er war Professor an der Musikhochschule.

Schwere Vorwürfe

Neuer Sex-Skandal an Münchner Musikhochschule?

München - Die Musikhochschule kommt nicht zur Ruhe. Vor zwei Monaten erst wurde der ehemalige Rektor wegen sexueller Nötigung verurteilt  – jetzt der nächste Paukenschlag: Ein Professor soll eine Frau vergewaltigt haben!

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen abgeschlossen, die Anklage liegt bei Gericht. Im Visier der Ermittler steht diesmal ein Komponist (62). Der Münchner soll wegen drei Fällen der Vergewaltigung und Drogenbesitzes auf die Anklagebank. Die Vorwürfe: Heinrich K. (Name geändert) soll an der Hochschule Ende 2006 und Anfang 2007 eine Frau vergewaltigt haben, deren Bruder bei dem Professor studierte. Bei der Vernehmung gab die Frau an, sich mit dem Komponisten eingelassen zu haben, weil der gedroht habe, ihren Bruder von der Schule fliegen zu lassen. 

Der Anwalt des Komponisten, Steffen Ufer, sagte der tz: „Die Vorwürfe sind völlig absurd.“ Jetzt, neun Jahre später, kämen plötzlich Anschuldigungen. „Die Zeugin sagt, es gab eine intensive Liebesbeziehung. Sie hat sogar Sexualakte mit anderen Männern eingeräumt.“ Laut Ufer habe die Frau angegeben, nie Gewalt erlebt zu haben. Sie sei dem Professor sogar nachgereist, als dieser vorübergehend nach Berlin gezogen war. Ufer: „Es ist insgesamt schon eine abenteuerliche Geschichte!“ 

Laut Staatsanwaltschaft sind rund 30 Zeugen benannt, Studenten und deren Freunde, von denen alle mehr oder weniger intensive Verhältnisse mit dem Angeschuldigten gehabt haben sollen. Bei einer Hausdurchsuchung im April 2015 soll die Polizei bei K. eine Gaspistole, Amphetamine und Kokain gefunden haben – laut Staatsanwaltschaft hat der Professor den Drogenbesitz eingeräumt. Die Hochschule hat den Professor freigestellt. Gegen ihn läuft ein Diszi­plinarverfahren.

Ein anderer Fall hatte Anfang des Jahres für Aufregung gesorgt: Der ehemalige Rektor der Münchner Hochschule für Musik und Theater soll 2009 und 2012 zwei Kolleginnen sexuell genötigt haben. Siegfried M.  wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

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