Altstadt

Sachbeschädigung, Körperverletzung: Bielefeld-Fans verpassen Spiel

München - Für vier Arminia-Bielefeld-Fans hat sich die Auswärtsfahrt zum Löwen-Spiel nicht gelohnt: Sie dürfen nicht ins Stadion - und müssen in Polizeigewahrsam bleiben.

Am Samstagabend gegen 23.45 Uhr gerieten vier Arminia-Bielefeld-Fans aus Detmold (18, 19, 20 und 22 Jahre) in der Nähe des Isartors in Streit mit zwei Münchnern (24 und 32 Jahre). Die vier Fußballfans wollten den beiden Münchnern ein Bier anbieten, worauf diese keine Lust hatten. Es entstand eine Auseinandersetzung, die Münchner entfernten sich. Als sie vor einer Bank standen, wurden sie von den vier Detmoldern unvermittelt von hinten mit Schlägen, Fausthieben und Tritten angegriffen. 

Danach flüchteten die vier und wurden von den beiden Münchnern verfolgt, die auch die Polizei verständigten. Am Marienplatz nahmen Beamte die vier Angreifer fest und brachten sie zur Polizeiinspektion 11 (Altstadt). 

Kurz zuvor, gegen 23.40 Uhr, war laut Polizei ein Streifenwagen vor der Polizeiinspektion 11 beschädigt worden: Auf einem hinteren Stoßfänger war mit einem schwarzen Stift die verbotene Abkürzung „ACAB“ geschmiert worden, "All Cops are Bastards". Dazu war auf einer Seite ein Aufkleber mit dem Wappen einer Ultragruppierung des Fußballvereins Arminia Bielefeld geklebt worden; auf der Heckklappe außerdem ein weiterer Aufkleber mit der Aufschrift „Don`t trust the Police“. 

Entlassung erst am Sonntag, 18 Uhr

Bei der Durchsuchung der vier Täter fanden die Beamten ähnliche Aufkleber und ein schwarzer Eddingstift . Dazu konnte die Sachbeschädigung dank einer Videoaufzeichnung den Detmoldern zugeordnet werden. Sie wurden wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung an einem Kraftfahrzeug angezeigt. Dazu mussten sie bis zum Ende des Fußballspiels zwischen dem TSV 1860 München und Arminia Bielefeld am Sonntag in Polizeigewahrsam bleiben. So sollten weitere Straftaten unterbunden werden. 

Der diensthabende Richter bestätigte den Gewahrsam. Die vier Detmolder wurden erst am Sonntag um 18 Uhr wieder entlassen.

mm/tz

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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