Rundumblick über München

Spektakuläres Video: München aus der Kran-Perspektive

München - Wir haben uns mit der Videokamera von einem Kran in 60 Meter Höhe fahren lassen und spektakuläre Aufnahmen von München gemacht.

Im Süden kann man die Silhouetten der Alpen erahnen, linkerhand bauen sich die Türme der Frauenkirche auf, rechterhand schweift der Blick dahin, wo abends die Sonne untergeht. Und wenn an sich umdreht, liegt einem der Nymphenburger Schlosspark zu Füßen.

Diesen Ausblick gibt es ab Sommer 2016 von den beiden 53 Meter hohen Türmen des Immobilienprojekts „The Friends“ zu erleben, und zwar für alle Bewohner der 260 Apartments. Sie werden in der exklusivsten WG der Stadt wohnen!

Sie teilen sich nicht nur die Dachterrasse, sondern auch viele andere Dinge, die der moderne und erfolgreiche Großstadtmensch so braucht (siehe Text unten). Die Eintrittskarte für die schicken Türme kostet mindestens 225 000 Euro. Dafür bekommt man ein 45-Quadratmeter-Apartment in den unteren Geschossen. Es darf aber auch gerne mehr sein: Knapp 1,6 Millionen Euro müssen die Käufer für 144 Quadratmeter in den obersten Etagen hinblättern. Wer es sich leisten kann, darf natürlich auch mehrere Einheiten zu einer großen Wohnung zusammenlegen. Balkone gibt es nicht, dafür lassen sich die bis zum Boden reichenden Fenster aufmachen.

Auf der Dachterrasse können sich die Bewohner über einen Keeper – so etwas wie ein Portier am Haupteingang – Plätze reservieren. Das gilt auch für die Kitchen Lounge, eine stylische Wohnzimmer-Gemeinschaftsküche, in der man seine Freunde verwöhnen kann. So spart man sich zu Hause einen großen Tisch – schließlich kommen nicht täglich viele Gäste zu Besuch. „Die weltweit populäre Sharing-Idee wird damit in Deutschland erstmals konsequent in den Wohnbereich übertragen“, so Projektleiter Tobias Wilhelm von der LBBW Immobilien Capital GmbH, die auch den Luxus-Wohnturm The Seven an der Müllerstraße realisiert hat.

So lebt es sich in der Zukunft

Die beiden „The Friends“-Türme sollen das großstädtische Wohnen revolutionieren. In der Mitte der Apartments konzentrieren sich in einem sieben Quadratmeter großen Würfel Küche, Bad, WC und Waschmaschine, für eine Wanne ist kein Platz. Und auch die Küche ist für den Alltag geplant – und daher klein gehalten. Man kann ja bei besonderen Anlässen in die „Kitchen Lounge“. Die Winterklamotten werden im Sommer im Keller im Kellerabteil namens „Privacy Storage“ gelagert, da passen auch Fahrrad oder Surfbrett hin.

Wer eine Putzfrau benötigt oder man die Hemden in die Reinigung bringen will, erledigt das der Keeper am Eingang ebenso wie die Reservierung der Dachterrasse oder der Kitchen Lounge. Das Sharing-Konzept greift nach dem Carsharing nun auch auf das Wohnen über.

Die Idee: Platz, der nicht immer benötigt wird, wird ausgelagert. So erhöhen die Architekten die Effizienz des Wohnens.

Weil die Bewohner des Hauses immer aktiv sein wollen, haben sie auch ein eigenes Fitnesscenter in der Anlage. Gesunde Ernährung kann man sich im hauseigenen Deli (Delikatessenladen) kaufen.

Ob man in so einem modernen Haus auch Kinder groß ziehen kann? „Das ist eine Frage der persönlichen Einstellung“, so Architekt Ludwig Wappner. Es gebe genügend Grün im Hirschgarten in der Nachbarschaft.

Und ob so eine kleine Wohnung nicht schnell unaufgeräumt wirkt? „Ja, man braucht schon etwas Disziplin, um in so einem Apartment leben zu können.“

Johannes Welte

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