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Der Isartorplatz.

Mehr Grünfläche

Weniger Fahrspuren am Isartorplatz?

München - Im Februar 2017 beginnt der Neubau der Tiefgarage unter dem Thomas-Wimmer-Ring. Während der Bauphase wird die Fahrbahn von sechs auf vier Spuren verschmälert – womöglich ein Probelauf für eine Dauerlösung.

Die Baumaßnahme im Untergrund könnte auch auf der Oberfläche viel Neues bringen: Bevor Anfang 2017 der erste Spatenstich für die dreistöckige Tiefgarage unter dem Thomas-Wimmer-Ring erfolgt, haben im Planungsreferat bereits die Überlegungen begonnen, wie dieser Bereich des Altstadtrings langfristig umgestaltet und damit auch der Isartorplatz verschönert werden könnte. Im Januar 2017 ist eine vorbereitende Einwohnerversammlung des Investors Wöhr und Bauer zum Bauablauf des Tiefgaragen-Projekts geplant, die Einweihung soll Sommer 2019 sein, 520 Stellplätze sind vorgesehen. Der Abriss des Fina-Parkhauses an der Hildegardstraße macht den Weg frei für eine Umgestaltung in der Altstadt: An dieser Stelle soll stattdessen Platz für Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Wohnen geschaffen und der Autoverkehr verbannt werden.

Für die Oberfläche des Thomas-Wimmer-Rings stehen in diesem Zusammenhang zwei Ideen im Fokus: Zum einen soll überprüft werden, ob die provisorische Reduzierung auf zwei Spuren je Fahrtrichtung dauerhaft bleibt. Zum anderen könnte auf der Zweibrückenstraße die freilaufende Rechtsabbiegespur für Autos, die von der Ludwigsbrücke kommen und am Isartorplatz auf den Thomas-Wimmer-Ring wollen, wegfallen. Nebeneffekt dieser Maßnahme: Man gewänne mehr Platz für die parkähnliche Anlage am Rand der Straße. Bislang ist diese Grünfläche wenig attraktiv.

Fahrspuren sollen zugunsten der Grünfläche zusammenrücken

Die Stadtratsfraktion der Grünen hatte bereits vor mehr als einem Jahr vorgeschlagen, die kleine grüne Mittelinsel an der Zweibrückenstraße sowie den Parkstreifen auf Seite des Kinos zu entfernen – und die vier Fahrspuren aneinanderzuschieben. Die bestehende Grünfläche an der Ecke Isartorplatz/Thomas-Wimmer-Ring solle dafür vergrößert werden. Auch die Grünen wären für einen Rückbau des Thomas-Wimmer-Rings auf vier Fahrspuren, genau wie der Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel, der in der Vergangenheit immer wieder von einer „Rennstrecke“ gesprochen hatte. Generell setzt sich der BA für mehr Grün im Umfeld des Isartorplatzes ein.

Das Planungsreferat will während der Bauphase der Tiefgarage Erkenntnisse sammeln, ob der Verkehr auch mit vier Fahrspuren fließt oder ob es zu Beeinträchtigungen kommt. Mitte 2017 sollen im Stadtrat dann mögliche Umbauvarianten vorgelegt werden. Ein Problem sind allerdings die Busparkplätze entlang des Thomas-Wimmer-Rings. Unklar ist, wo die Touristenbusse parken sollen, falls die Reduzierung der Fahrspuren beschlossen würde. Zumal auch der Max-Joseph-Platz für Busse künftig tabu sein soll.

Die CSU kündigt schon jetzt heftigen Widerstand gegen einen möglichen Rückbau an. „Völliger Unsinn“, ereifert sich der planungspolitische Sprecher Walter Zöller. Er prognostiziert einen „unerträglichen“ Dauerstau. „Mir hat noch keiner erklären können, was der Rückbau bringen soll“, sagt Zöller. Auch den Wegfall der freilaufenden Rechtsabbiegespur lehnt der CSU-Stadtrat ab. Für Autofahrer sei der Zustand zwischen Ludwigsbrücke und Isartorplatz ohnehin schon skandalös. Und der Sinn einer größeren Grünfläche an dieser Stelle erschließe sich ihm nicht: „Wer will sich an einem derart von Verkehrslärm geprägten Platz aufhalten?“ Die SPD hat sich zur Oberflächengestaltung noch keine Meinung gebildet. Man wolle die Vorschläge der Verwaltung abwarten, hieß es auf Nachfrage.

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