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Grundreinigung nötig: Asylbewerber-Unterkunft geräumt

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Von: Marlene Kadach

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Holzkirchen - Die Container an der Erich-Kästner-Straße in Holzkirchen werden geräumt. Der Grund: Das Landratsamt hält dort einen Großputz für zwingend notwendig.

Im  Herbst 2014 zogen die ersten Asylbewerber in die Wohncontainer an der Erich-Kästner-Straße in Holzkirchen ein. Insgesamt haben dort gut 49 Bewohner Platz. Momentan leben laut Birger Nemitz, Pressesprecher im Landratsamt Miesbach, dort 34 Personen. „Diese müssen bis Ende November ausziehen“, erklärt er gegenüber unserer Zeitung. „Denn die Container werden grundgereinigt“, erklärt er. Das stehe jetzt nunmal an.

Doch die Container bleiben erhalten. Die Bewohner werden nur vorübergehend in der Traglufthalle am Holzkirchner Moarhölzl untergebracht, sagt Nemitz. „Anfang 2017 können sie dann zurückziehen.“ Wie berichtet, wird die Traglufthalle selbst Ende April 2017 wieder abgebaut.

Am gestrigen Montagmorgen habe das Landratsamt die betroffenen Asylbewerber über die Situation informiert. „Erfreulicherweise haben sie es ganz gut aufgenommen“, weiß Nemitz von einer zuständigen Mitarbeiterin seiner Behörde. Schließlich hätten sie ja eine Rückkehroption.

Am Donnerstag findet laut dem Sprecher eine intensive Begehung mit einer externen Fachfirma statt. „Erst dann wissen wir, was genau gemacht werden muss“, erklärt Nemitz weiter. Insofern könne er auch noch nicht sagen, wo die Knackpunkte liegen, wo es hakt. Gesundheitsgefährdend sei die Situation aber nicht. Erst nach dem Ortstermin wisse man über die Kosten Bescheid, die das Landratsamt beziehungsweise die Regierung von Oberbayern übernimmt. Nemitz zufolge hat das Landratsamt entdeckt, dass der Grundputz nötig ist. Im Landkreis ist die Aktion die erste ihrer Art.

Grundsätzlich sind die Asylbewerber selbst für die Reinigung in der Gemeinschaftsunterkunft zuständig, erklärt Nemitz. In der Traglufthalle etwa gebe es Putzpläne. „Aber jetzt handelt es sich um eine Grundreinigung“, betont der Sprecher.

Auch Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) hatte von der Umsiedlung erfahren: „Hygiene hat Vorrang“, meint er gegenüber unserer Zeitung. Insofern sei es wichtig, zu handeln. Nicht nur für die dort lebenden Asylbewerber selbst sei dies von Vorteil. „Auch für die Mitglieder aus dem Helferkreis und die Anwohner“, betont der Rathauschef. Vor allem Erstgenannte haben engen Kontakt zu den Asylbewerbern, gehen unter Umständen auch in die Container rein.

Die Holzkirchner Integrationsbeauftragte Maria Korell war am Montag nicht mehr für eine Stellungnahme erreichbar. In der Vergangenheit hatte sie immer wieder erwähnt, dass es für die Asylbewerber an sich nicht immer angenehm im Container sei. Im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt. Im Sommer 2014 hatten einige von ihnen wegen der schlechten Bedingungen im Container in der Ortsmitte protestiert.

mar

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