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Blauer Ring: Die Bauarbeiten der neue St. Josef-Kirche sind am Laufen. Richtung Straße (r.) zeigt das halbbogenförmige Fenster, zwischen Kapelle und Gotteshaus verläuft das Foyer.

Baustelle St. Josef

Eine Kirche schiebt sich in den Himmel

Holzkirchen - Auf der Baustelle von St. Josef in Holzkirchen geht es voran. Das Fenster ist schon sichtbar. 

Die neue Kirche schiebt sich in den Himmel. Inzwischen gibt es auf der Baustelle von St. Josef in Holzkirchen einiges zu sehen: Ein einige Meter hoher Ring ragt in die Höhe. Außen klebt eine blaue Plane, im Inneren ist die hölzerne Wabenstruktur erkennbar. Der Neubau von St. Josef läuft seit Juli. „Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt Matthias Hefter, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates. Geht alles gut, beginnt im Herbst der Innenausbau. Kostenpunkt: 10,63 Millionen Euro.

Die Firma Holzbau Amann fertigt die dreieckigen Einzelteile aus Holz in der Werkstatt an und baut sie vor Ort zusammen. Zwischen diesen wabenartigen Reihen verlaufen Holzringe, insgesamt elf. „Jetzt ist man beim dritten Holzring angelangt“, erklärt Hefter.

Sichtbar ist die ovale Altarinsel aus Beton. Später sitzen die Gläubigen im Halbkreis drum herum. Allerdings werden es laut Hefter nun keine runden Bänke mehr, sondern gerade, die kreisförmig aufgestellt werden – für 400 Sitzplätze. Rundherum gebe es noch mal 70 Plätze, davon 30 für die Ministranten im Altarraum plus 30 Chorplätze.

„Der Halbbogen für das Fenster ist auch schon drin.“ Es zeigt zur St.-Josef-Straße und ist das einzige Seitenfenster der Kirche. Das meiste Licht soll über das Glasdach einfallen, genau wie bei der Kapelle. An dieser bauen die Handwerker bereits seit Juni (wir berichteten). Bis auf ein bis zwei Flecken sei deren Holzfassade fertig. Später wird sie außen geschindelt – genau wie bei der Kirche.

Die Kirche, ein Gebäude aus Fichtenholz, bekommt die Form eines 22 Meter hohen Kegelstumpfs. „Es sieht aus wie ein abgeschnittener Zuckerhut“, findet Hefter. Sie wird mit einer analog geformten, kleineren Kapelle durch eine Sakristei verbunden. Der Eingang erfolgt über ein gemeinsames Foyer.

Man wollte bewusst nur einen Eingang schaffen. „Damit wir die Leute besser erreichen“, erklärt Hefter. Früher sei es oft so gewesen, dass ein Drittel der Gottesdienstbesucher auf der einen Seite rausströmte, und der Rest auf der anderen. Da war es für den Pfarrer schwierig, sich von allen Gläubigen zu verabschieden. Richtung Pfarrzentrum gibt es zusätzlich einen Notausgang. Hier steht später die Orgel.

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