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Für den Nachwuchs durften die Radsportvereine RSLC und Équipe Vélo bereits heuer im Sommer eine Trainingsanlage eröffnen. Bald soll es auch einen Bikepark für die Erwachsenen geben.

Hauptausschuss gibt grünes Licht: Vereine dürfen weiterplanen

Am Moarhölzl: Bikepark kann kommen

Holzkirchen - Die Radsportvereine dürfen voraussichtlich einen Bikepark im Holzkirchner Moarhölzl errichten. Der Hauptausschuss gab jetzt grünes Licht, damit RSLC und Équipe Vélo weiterplanen können. Über die Details aber muss am Ende noch der Gemeinderat entscheiden.

Die Vorgeschichte ist lang: Nach der Einführung des Nutzungskonzepts am Kogl durften die Moutainbiker dort nicht mehr fahren (wir berichteten). Deshalb streckten die beiden Radsportvereine RSLC Holzkirchen und Équipe Vélo Fühler nach einem neuen Trainingsgelände aus. Auch am Taubenberg waren sie nicht gern gesehen, Nagelfallen machten das deutlich. Bei einem Treffen im Sommer kam heraus, dass am Taubenberg eine gesonderte Ausweisung für Mountainbiker ausgeschlossen ist. Mit Plänen am Moarhölzl waren die Radler Anfang 2016 bei den Gemeinderäten abgeblitzt. Vor allem wegen der Kosten. Lediglich eine Anlage für den Nachwuchs entstand dort heuer unweit der Traglufthalle. „Die wird vor allem im Sommer gut genutzt“, versichert RSLC-Präsident Georg Smolka.

Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Die Marktgemeinde zieht in Erwägung, eine gemeindeeigene Fläche am Moarhölzl den Radsportvereinen kostenlos zu überlassen, damit diese dort einen Bikepark errichten dürfen. Damit hat sich nun der Hauptausschuss in seiner Sitzung beschäftigt.

Laut Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) ist die Gemeinde nun deshalb positiv gestimmt, weil die Vereine inzwischen eine billigere Lösung vorgeschlagen hatten, die obendrein Sponsoren finanzieren. Statt der 200 000 Euro geht es nun um knapp 30 000 Euro, berichtet Smolka. „Das war damals absoluter Käse.“ Zu jener Zeit seien die Berechnungen mit „Luxuskies“ gelaufen. Jetzt wollen die Vereine mit Aushubmaterial aus der Tieferlegung der B 318 in Warngau arbeiten. Es gab Gespräche mit Straßenbauamt und Baufirmen. „Prinzipiell geht es“, sagt Smolka. Details wie den Transport gelte es abzuklären. Und: „Wir haben schon Sponsoren.“ Allerdings bestehe immer noch eine Finanzierungslücke. Weitere Geldgeber sind gesucht.

Rathausmitarbeiterin Eva-Maria Schmitz hatte die Verhandlungen mit den Radlern betreut. In der Sitzung erklärte sie, dass die Gemeinde die Fläche nur unter der Bedingung abtrete, dass die Vereine die Anlage selbst finanzieren und ein Gesamtkonzept vorlegen. Außerdem müsse gesichert sein, dass für die Kommune „keine Kosten für Unterhalt oder Versicherung anfallen.“ Löwis betonte, dass der Bikepark öffentlich zugänglich sein muss. Um weiter planen und Sponsoren überzeugen zu können, brauchen die Vereine eine Absichtserklärung aus dem Ausschuss, sagte Schmitz. Diese Erklärung sei für die Gemeinde „zunächst unverbindlich“, sagte Löwis. „Zur Genehmigung müssen sie noch mal zu uns in den Gemeinderat.“ Der Vertrag mit Details stehe noch aus. Laut Smolka akzeptieren die Vereine die Bedingungen. „Im Grunde bleibt uns nichts anderes übrig.“ Schon die Kids-Bike-Anlage errichteten die Radler in Eigenregie, die Fläche stellte die Gemeinde. Auch hier schlossen die Vereine eine Haftpflichtversicherung ab, weil dort ebenfalls Nicht-Mitglieder fahren.

Smolka zufolge hat ein Tiefbauingenieur aus dem Verein Pläne entworfen. Die Entwürfe sehen zwei große Kieshaufen vor, mit Wellen, Bahnen und Brückchen dazwischen. „Es soll ein Cross-Country-Gelände werden.“

Und zwar auf einer 3500 Quadratmeter großen und dreieckigen Fläche an der B 13, die an die Container der Asylbewerber angrenzt. Birgit Eibl (FWG) signalisierte Wohlwollen. „Ich kann mir das an der Ecke gut vorstellen.“ Christoph Schmid (CSU) war auch einverstanden. Er wünschte den Vereinen „viel Erfolg“. Der Ausschuss stimmte geschlossen für die Absichtserklärung, unter Beachtung der Bedingungen. Der Zeitplan ist laut Smolka eng verknüpft mit den Bauarbeiten an der B 318. Auf jeden Fall soll der Bikepark spätestens im Sommer 2017 in Betrieb gehen.

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