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„Die Gegner beschäftigen einen“: Mit einer Blechschlange zwischen B 318 und Moarhölzl machten die Umfahrungskritiker heuer im April auf sich aufmerksam.

Nach Mitgliederumfrage

CSU-Vorstand will sich für Ortsumfahrungen einsetzen

Holzkirchen - Laut einer Mitgliederumfrage spricht sich die Basis der CSU Holzkirchen für Umfahrungen aus. Deshalb will sich der Ortsvorstand nun für deren Realisierung einsetzen. 

Der Vorstand der CSU Holzkirchen will sich für die Realisierung der im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) enthaltenen Ortsumgehungen einsetzen. Das teilt der Ortsverband in einer Pressemitteilung mit. Hintergrund ist eine Mitgliederumfrage über mögliche Umfahrungen im Gemeindegebiet, die die CSU im Frühsommer gestartet hatte (wir berichteten), weil es sich „um zukunftsweisende Entscheidungen für Holzkirchen“ handle. Das Ergebnis: „Die Basis der CSU Holzkirchen stimmt mehrheitlich für Umfahrungsstraßen im Gemeindegebiet Holzkirchen“, heißt es.

Anfang Juni hatte Fraktionsvorsitzender Christoph Schmid unserer Zeitung bereits ein erstes Zwischenfazit gegeben, in dem sich die endgültigen Tendenzen schon deutlich abzeichneten. Inzwischen liegen alle Ergebnisse vor. Schmid ist mit der Rücklaufquote zufrieden. Von circa 220 Mitgliedern habe gut ein Drittel den Fragebogen ausgefüllt.

Eine klare Mehrheit der Mitglieder sprach sich grundsätzlich für eine Umfahrung von Holzkirchen (91 Prozent) aus. 76 Prozent stimmten für eine Umgehung für Großhartpenning, 78 Prozent für eine Kurzenberger. Die Antwort auf die Frage, ob sich die Mitglieder auch dann eine Südspange von Holzkirchen wünschten, wenn die für die beiden anderen Ortsteile nicht realisiert werden können, fiel ebenfalls deutlich aus: Hier kreuzten 70 Prozent „ja“ an. „Die Ergebnisse geben uns Rückhalt“, sagt Schmid auf Anfrage. „Denn die radikalen Gegner beschäftigen einen schon.“ Schmid sieht außerdem die Ergebnisse aus dem Bürgerentscheid von 2003 bestätigt. Damals hatten sich 73 Prozent für eine Südumfahrung ausgesprochen, erinnert sich der Fraktionsvorsitzende. Auch wenn der Trassenverlauf anders war. 60 Prozent der CSUler wünschen sich zudem eine erneute Befragung der Bürger zu dem Themenkomplex.

Einige Mitglieder nutzten die Gelegenheit, um zusätzliche Wünsche zum Thema Verkehr zu äußern. Viele erhoffen sich laut Pressemitteilung eine Entlastung des Ortskerns und der Hauptdurchgangsstraßen. Auch ein landkreisübergreifendes Verkehrskonzept sowie der Ausbau der Bahnverbindungen und weitere Bahnhaltepunkte im Ortsgebiet standen hoch im Kurs. Laut Schmid würde sich zum Beispiel ein weiterer Bahnhalt in Föching und dem dortigen Gewerbegebiet anbieten – plus Parkhaus. So könne man die Pendler, die nur zum Bahnhof nach Holzkirchen fahren, aus dem Ort rausbringen. Vielleicht könnte man dann auch eine Art Zugshuttle zum großen Bahnhof einrichten – um Anschlüsse Richtung München zu ermöglichen. Einigen Teilnehmern der Umfrage war es ein besonderes Bedürfnis, den Leitsatz „Mensch vor Tier“ bei der Umsetzung des BVWP anzusprechen. Schmid zufolge spielt das darauf an, dass die alte ortsferne Südspangentrasse aus Naturschutzgründen scheiterte.

„Der Ortsvorstand wird das Ergebnis im politischen Diskurs vertreten“, heißt es in der Pressemitteilung. Immerhin sei die CSU Holzkirchen die mitgliederstärkste politische Organisation vor Ort, zu der Mitglieder aus allen Ortsteilen gehören. Schmid zufolge will man das Resultat auch dem Staatlichen Bauamt in Rosenheim vorlegen. Damit hier nicht immer nur die Wünsche der Gegner aufschlagen, meint er. Einen Gemeinderatsbeschluss zu den Umfahrungen hält Schmid momentan nicht für notwendig. Dieser werde es fällig, wenn die konkreten Planungen vorliegen.

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