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Hinein ins nasse Vergnügen: Von einem Naturfreibad träumen viele Holzkirchner schon lange. Die Geothermie könnte gute Voraussetzungen dafür schaffen.

Geothermie könnte es möglich machen

Alter Traum: Ein Freibad in der Alten Au?

Holzkirchen - Wenn die Geothermiebohrung erfolg hat, bekommt auch ein lang gehegter Wunsch vieler Holzkirchner frischen Auftrieb: Ein Freibad mit Wohlfühl-Temperatur.

Viele Holzkirchner träumen davon: Ein schönes Freibad vor den eignen Toren könnte der Lebensqualität im Ort feuchtfröhlichen Schwung verleihen. Die Geothermie-Bohrung in der Alten Au lässt sogar auf mehr hoffen: Überschüssige Energie könnte das Badewasser das ganze Jahr über auf angenehmen Temperaturen halten.

„Das wäre durchaus denkbar“, sagt Albert Götz, Leiter des Geothermie-Projekts und Chef der Gemeindewerke. Auch für Bürgermeister Olaf von Löwis ist ein „Thermal-Freibad Holzkirchen“ mehr als ein Luftschloss. „Wenn es klappt mit der Geothermie, kann ich mir gut vorstellen, dass sich der Gemeinderat mit dem Thema Freibad beschäftigt.“ In der Bevölkerung, so der Bürgermeister, „ist dieser Wunsch auf jeden Fall vorhanden.“

Läuft alles nach Plan in der Alten Au, erschließt die Bohrung ein schier unerschöpfliches Reservoir an Thermalwasser. Die Energie aus der Tiefe wird in einem Kraftwerk verstromt und soll das Fernwärmenetz Holzkirchen speisen. Und selbst dann ist noch Wärme übrig, die „verbraucht“ werden sollte, ehe es zurück in die Reinjektionsbohrung geht. „Wir müssen das Wasser möglichst kühl wieder nach unten bringen“, sagt Götz. Die Restwärme steht also quasi kostenlos zur Verfügung. „Ja, damit könnte man ein Freibad in der Nähe sicher gut heizen“, sagt Götz.

Denkbar sind zwei Arten, die Energie zu nützen: Entweder wird das Thermalwasser direkt genutzt oder es erhitzt als Wärmetauscher „unser gutes Holzkirchner Trinkwasser“ (Götz) auf Badetemperatur. Das Wasser aus der Tiefe enthält vermutlich spezielle Minerale, die es sogar zu einem „Heilwasser“ machen würden. Trotzdem tendiert Götz eher zur Wärmetauscher-Technik. „Setzt man auf Heilwasser, müsste man sich das extra genehmigen lassen.“ 

Theoretisch ließe sich von der Alten Au auch das Batusa in der Ortsmitte mit Warmwasser versorgen. Hier wären aber vergleichsweise aufwendige Leitungen zu legen. „Will man ein Freibad, ist die Ortsmitte nicht der ideale Standort“, glaubt Götz. Er sieht so eine Freizeiteinrichtung eher an der Peripherie, wo es „beispielsweise keine Probleme mit Parkplätzen gibt“. Er könnte sich ein einfaches Warmwasser-Naturfreibad vorstellen ohne großartige Bauten, „eher so der Charakter eines Baggerweihers“.

Noch seien solche Überlegungen aber trockene Theorie. „Wir müssen in der Alten Au erst das Wasser finden“, sagt Götz, „dann können wir gerne konkreter an ein Freibad denken.“ Die Gemeindewerke hoffen, Anfang Juni fündig zu werden. 

avh

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