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Am Kappellenbau: (v.l.) Remigius Bachmann (Tragwerksplanung), Johannes Wiesler (Holzbau Amann), Robert Kraft, Katahrina Hüttl, Kirchenpfleger Bernhard Burgmayr (Kirchenverwaltung), Pfarrgemeinderatsvorsitzender Matthias Hefter und Pfarrer Gottfried Doll.

Kegelstumpf im Anflug

St. Josef: Kapellenaufbau hat begonnen

Holzkirchen - Der Kappellenaufbau auf dem St.-Josef-Gelände hat begonnen. Die Teile für Kirche kommen im Juli. Dann entsteht ein ganz neues Gotteshaus.

Der Holzbalken fliegt in den Himmel, schwebt über die betonierte Altarinsel, hin zu seinem ewigen Bestimmungsort: der Kapelle. Dort setzt ihn der Kran ab. In der Mitte steht ein Gerüst, auf dem Bauarbeiter werkeln. Es hämmert, rattert, surrt. Pfarrer Gottfried Doll blickt nach oben: „Ich empfinde eine freudige Aufregung darüber, dass es losgeht“, sagt er. Denn einen Kirchenneubau von A bis Z mitzuerleben, das passiert heutzutage nur wenigen Pfarrern. Anderswo werden Kindergärten oder Pfarrzentren gebaut. Eine neue Kirche entsteht selten. 

Reges Treiben herrscht derzeit auf der Baustelle von St. Josef. Dort hat der Aufbau für die Kapelle begonnen. „Am Dienstag brachten zwei Lkw die ersten Einzelteile nach Holzkirchen“, erzählt Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Matthias Hefter. Einen Tag später startete der Aufbau. Bekanntlich fertigt die Firma Holzbau Amann die Einzelteile in der Werkstatt an – der Zusammenbau erfolgt vor Ort. 

Die Kirche, ein Gebäude aus Fichtenholz, bekommt die Form eines 22 Meter hohen Kegelstumpfs. Sie wird mit einer analog geformten, kleineren Kapelle durch eine Sakristei verbunden. „In drei Wochen ist die Kapelle fertig“, schätzt Doll. Im Juli beginne der Kirchenbau, ab Herbst der Innenausbau. 

Bei der Kapelle lässt sich der Kegelstumpf schon erahnen. „Oben liegt der ovale Kranz“, meint Doll. Erkennbar ist der Rahmen für das Fensterelement. „Wie die Kirche bekommt auch die Kapelle nur ein Fenster an der Seite“, erklärt Hefter. Das meiste Licht fällt durch die großen Glasdächer rein. Der Eingang erfolgt über ein Foyer. Dort will man die Figur des Heiligen Josef aus dem Vorgängerbau unterbringen. „Ansonsten wird es keine Heiligenfiguren und Bilder geben“, sagt Doll. Denn es soll – abgesehen von der bemerkenswerten Architektur – eine schlichte Kirche werden. Zwei Zugänge führen über die St. Josef-Straße in das neue Gotteshaus, ein weiterer von den Parkplätzen an der Sakristei vorbei, zwei werden barrierefrei gestaltet. 

Die Sakristei kriegt ein begrüntes Flachdach. Grün wird die Ausrichtung des Gebäudes, das laut Kirchpfleger Bernhard Burgmayr nach modernsten Energiestandards gebaut wird, hochgedämmt plus Fußbodenheizung. „Im Winter wird es dort zwölf Grad haben“, sagt Hefter. „Ungewöhnlich warm für eine katholische Kirche.“ 

Wie es mit dem Pfarrzentrum weitergeht, sei noch offen, sagt Doll. Zumindest stehe das Raumkonzept. „Wir brauchen Büros, einen kleinen Saal mit Gruppenräumen und ein Pfarrhaus.“ Letzteres bedeutet für den Pfarrer einen Umzug. Denn aktuell wohnt er mit seinen beiden Pflegesöhnen im Warngauer Pfarrhaus.

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