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Bagger marsch: Die Erschließungsarbeiten am Neubaugebiet Inselkam-Maitz am nördlichen Ortsrand von Holzkirchen haben begonnen. Auch hier könnte teilweise kommunaler Wohnungsbau entstehen.

Kommunaler Wohnungsbau

Hier baut Holzkirchen bezahlbaren Wohnraum

Holzkirchen - In der Marktgemeinde fehlt es massiv an bezahlbaren Wohnungen. 300 gibt's zwar schon, doch das Angebot reicht bei weitem nicht aus. Jetzt wird neu gebaut.

Wer im Gemeindegebiet von Holzkirchen bezahlbare Immobilien sucht, tut sich schwer. Der Druck ist groß. Ganz gleich, ob man das neue Zuhause nun mieten oder kaufen möchte. Dabei verfügt die Marktgemeinde selbst bereits über 144 bezahlbare Wohnungen. Die örtliche Baugenossenschaft bietet ferner rund 220 günstige Mietwohnungen an und die GBW 36 sozial geförderte Objekte. Doch das Angebot reicht bei Weitem nicht aus. Deshalb rüstet die Gemeinde nach. 

Inselkam-Maitz

Zum Beispiel entsteht am nördlichen Ortsrand Richtung Teufelsgraben, im Bereich Inselkam-Maitz, ein großes Neubaugebiet mit drei Bauabschnitten (wir berichteten). „Für den ersten Bauabschnitt haben nun die Erschließungsarbeiten begonnen“, berichtet Robert Haunschild, Geschäftsleiter im Rathaus auf Anfrage. Den Zuschlag habe die Peter-Bau GmbH aus Bad Tölz bekommen. Man beginne mit dem Unterbau, verlege diverse Versorgungsleitungen im Inneren des Baugebiets. Der eigentliche Baubeginn ist allerdings erst für 2017 vorgesehen. Eine neue Querungshilfe sowie eine Linksabbiegespur – auf der Staatsstraße zwischen Holzkirchen und Otterfing – sollen später in das Wohngebiet führen. 

Insgesamt sind auf dem Areal bislang 111 Wohneinheiten geplant. 72 Parteien umfasst der erste Bauabschnitt im Südosten, verteilt auf sieben Mehrfamilien- und vier Einfamilienhäuser sowie 13 Doppelhäuser. Auch die Gemeinde verfügt hier über Kapazitäten. Wie Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) in der Bürgerversammlung mitteilte, handelt es sich dabei um Grundstücke für zwei Einfamilien- und drei Doppelhäuser sowie für zwei Geschosswohnungsbauten. 

Auch hier soll laut Löwis in irgendeiner Form gemeindlicher Wohnungsbau erwachsen. Wie die Kommune die Flächen vergibt und vermarktet, ist noch offen. Denkbar ist, dass die Gemeinde einen Teil verkauft, um das Geld in die Mehrfamilienhäuser mit bezahlbarem Wohnraum zu stecken.

Am Grünlandweg

Ähnlich geht die Kommune am Gründlandweg vor. Wie berichtet, hatte der Gemeinderat zur Finanzierung des kommunalen Wohnungsbaus beschlossen, acht gemeindliche Grundstücke am Gründlandweg sowie vier in Kleinhartpenning zu verkaufen – bevorzugt an ortsansässige Familien. Ebenfalls am Gründlandweg baut die Gemeinde laut Löwis zwei Mehrparteienhäuser mit jeweils sechs bis acht Wohnungen samt Tiefgarage. Heuer sind im Haushalt dafür wie berichtet 300 000 Euro eingestellt; 2017 sind dann 2,5 Millionen Euro vorgemerkt. Eventuell winken Zuschüsse vom Freistaat. Läuft alles nach Plan, rollen 2017 die Bagger an. „Dann könnten die Wohnungen bereits 2018 bezugsfertig sein“, schätzt Löwis. 

Ziel sei es hier, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, keinen sozialen Wohnungsbau. Die Gemeinde behält die Immobilien und vermietet sie. „Der Schwerpunkt wird auf Einheimischen liegen“, betont Löwis. Allerdings sei in diesem Fall keine Vergabe durch ein Punktesystem vorgesehen.

Marode Wohnblöcke an Baumgartenstraße

Zu den dringenden Kandidaten zählen auch die sechs Wohnblöcke an der Baumgartenstraße, die der Gemeinde gehören. „Die stammen zum Teil aus den 1960er Jahren und sind marode“, erklärt der Bürgermeister. Einst waren sie Sozialwohnungen, heute handle es sich überwiegend um Objekte mit kleiner Miete. Man müsse erst genauer prüfen, ob man die Häuser sanieren oder gleich abreißen und neu bauen soll. Ob das die Gemeinde selbst übernimmt oder ein Investor, steht noch in den Sternen. Wo in der Umgestaltungsphase die Bewohner unterkommen sollen, ist ebenfalls noch unklar.

Altes Schulhaus Hartpenning

Offen sind gleichermaßen die Pläne für das alte Schulhaus in Großhartpenning. Auch hier gibt es Überlegungen, gemeindliche Wohnungen zu schaffen. Was genau mit dem Gebäude passiert, will die Gemeinde laut Haunschild mit den Anwohnern besprechen. 

Und zwar bei einem Infoabend am Montag, 30. Mai, um 19.30 Uhr im Neuwirt in Großhartpenning, bei dem es um die Orts- und Mobilitätsentwicklung geht.

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