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Spatenstich

Gewerbegebiet Föching: Maschinenbauer sichert sich Platz

Holzkirchen - Der Maschinenbauer „Zeilhofer Handhabungstechnik GmbH“ sicherte sich das letzte freie Grundstück im Föchinger Gewerbegebiet. Am Dienstag war erster Spatenstich für den neuen Firmensitz.

Das Wort klingt anrüchig, das aber völlig zu Unrecht: Manipulatoren sind nichts anderes als mechanische Arbeitshilfen, die das Aufnehmen, Umlegen und Ablegen von Bauteilen und Ähnlichem erleichtern. „Wir nehmen der Last das Gewicht“, lautet der Slogan der Zeilhofer Handhabungstechnik GmbH, die sich auf solche maßgeschneiderten Produkte spezialisiert hat. 

Das bisher in Feldkirchen (Landkreis Rosenheim) beheimatete Unternehmen hat sich das letzte freie Grundstück (3400 Quadratmeter) im Föchinger Gewerbegebiet gesichert, um dort weiter wachsen zu können. „Wir werden hier 38 Arbeitsplätze bieten“, sagte Firmenchef Johann Zeilhofer am Dienstag beim ersten Spatenstich. Der Zeitplan ist ehrgeizig. „Am 27. Februar 2017 wollen wir in unseren neuen Firmensitz starten“, sagt Juniorchef Julian Zeilhofer. In seiner Heimatgemeinde Feldkirchen hat Zeilhofer die Firma 1999 gegründet. „Angefangen haben wir in unserem Keller“, sagt der Unternehmer. 

In den gemieteten Räumen ist es dem stetig wachsenden Betrieb aber zu eng geworden. „Wir wollten etwas eigenes und wir brauchten mehr Platz“, sagt Zeilhofer. Die Wahl fiel nicht zufällig auf Holzkirchen. „Die Verkehrsanbindung ist sehr gut“, sagt Zeilhofer, „und wir wollten, auch wegen unserer Mitarbeiter, unbedingt in der Region bleiben.“ Derzeit beschäftigt das Unternehmen zwölf Angestellte. 

In Föching wird es 30 Büro-Arbeitsplätze geben, an denen sich Techniker neue Manipulatoren einfallen lassen; weitere acht Mitarbeiter testen in der neun Meter hohen Produktionshalle oder montieren dort Anlagen vor. In Föching will man künftig Ausbildungsplätze anbieten, im technischen wie im kaufmännischen Bereich. Zeilhofer baut für die Fertigungsstraßen von Autoherstellern und ist weltweit gefragt bei der Automatisierung von Produktionsabläufen. Die Manipulatoren der Firma helfen beim Stapeln von Kartons, beim Entleeren von Fässern oder Heben von Käselaiben. 

„Meine Idee ist, Arbeitsplätze effizienter und nach ergonomischen Gesichtspunkten zu gestalten“, sagt Zeilhofer. Der Gesetzgeber liefert dafür eine Vorlage: In Deutschland müssen laut Zeilhofer Dinge über zehn Kilo „unterstützt bewegt werden“, wenn es sich um Serienbetrieb handelt. Bewusst setzt das Unternehmen nicht auf Standardprodukte, sondern auf maßgeschneiderte Lösungen. „Es gibt keine zu schwere Last“, sagt Zeilhofer, „nur die falsche Technik.“ 

avh

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