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Himmlische Baustelle: Der mit einer blauen Folie bedeckte Kirchenneubau kommt gut voran, der Rohbau der Kapelle daneben ist fast fertig. In den drei Gebäuden rechts dahinter befindet sich das aktuelle Pfarrzentrum mit Pfarrhaus, Büros, Josefs- und Pfarrsaal sowie Gruppenräumen.

Bei St. Josef

Pfarrzentrum: Pläne anpassen – Kosten senken

Holzkirchen - Während der Neubau der St. Josefs-Kirche samt Kapelle und Sakristei gut vorangeht, stockt es beim neuen Pfarrzentrum gewaltig. Laut Pfarrer Doll sollen nun statt der drei separaten Gebäude nur zwei entstehen. Das Ordinariat hingegen spricht von „minimalen Anpassungen“.

Als die Kosten aus dem Ruder zu laufen schienen, teilte das Erzbistum München und Freising das Projekt im Jahr 2013 in zwei Teile. Immerhin standen knapp 18 Millionen Euro im Raum. Fortan gab es zwei Bauabschnitte. Nummer eins: Der kegelstumpfartige Neubau der St. Josefs-Kirche samt Kapelle und Sakristei. Nummer zwei: Ein modernes Pfarrzentrum mit Pfarrhaus, Pfarrheim und Pfarrbüro. Inzwischen ist einiges passiert. Der Rohbau der Kapelle steht – bis auf das Glasdach. „Es läuft alles so, wie es soll“, sagt Bettina Göbner, Pressesprecherin im Ordinariat. Man liege gut im Zeitplan. Die Kirche sei bereits über ihren sechsten Holzring hinausgewachsen. Bekanntlich verlaufen diese zwischen den dreieckigen Einzelteilen, die vor Ort zusammengebaut werden. „Ziel ist es, dass zum Wintereinbruch alles winterfest ist“, erklärt Göbner. Das heißt, Dach und Oberlicht müssten bis dahin fertig sein. Dann könne bereits der Innenausbau beginnen. Ende 2017, Anfang 2018 könnte der erste Gottesdienst stattfinden.

Während es beim Kirchenneubau, der 10,63 Millionen Euro kostet, vorangeht, stockt es beim Pfarrzentrum gewaltig. Auch, weil Änderungen im Raum stehen. Durch die Fusion der Pfarrverbände Holzkirchen und Warngau-Wall ergebe sich eine neue pastorale Situation, erklärt Göbner. Seither leitet Pfarrer Gottfried Doll beide Einheiten. Daher wurde eine neue Bedarfsermittlung nötig. Vor diesem Hintergrund sei auch geprüft worden, ob man mehr Raum brauche. Nein, sei schließlich heraus gekommen. „Aber eventuell können wie Büros flexibler nutzen“, erklärt Göbner.

Pfarrer Doll zufolge versucht man nun außerdem, die Kosten für das Pfarrzentrum zu senken. Statt der ursprünglich drei geplanten Gebäude sollen jetzt bloß zwei Häuser entstehen.„Eines für Pfarrheim mit Saal und Gruppenräumen“, sagt Doll. Sowie ein Trakt, der Pfarrbüro und Pfarrhaus, wo der Pfarrer wohnt, vereint. Die Pläne müssten daher überarbeitet werden.

Laut Göbner prüfen das Ordinariat beziehungsweise die entsprechenden Gremien erneut den vorliegenden Entwurf des Architekten Eberhard Wimmer, der auch Kirchen- und Kapellengebäude entworfen hatte. Eventuell seien „minimale Anpassungen“ nötig, meint sie entgegen den Ausführungen des Pfarrers. „Ein Teil dieser Überprüfung beinhaltet, wie man den jetzigen Entwurf günstiger umsetzen kann ohne größere Änderungen vorzunehmen“, erklärt die Sprecherin. „Aber unser Ziel ist es, grundsätzlich bei dem Entwurf zu bleiben.“

Der Zeitplan sei momentan offen. Noch heuer sollen allerdings Entscheidungen in den Gremien fallen. Über die Kosten kann die Sprecherin aktuell keine Auskunft geben.

Pfarrer Doll hofft derweil, dass es nicht mehr allzu lange dauert. Gerade das Pfarrheim sei für die Ehrenamtlichen, etwa Jugend, Frauenbund und Kolping wichtig. Hier schlägt das Herz. Für den kleinen Josefssaal brauche es dringend einen Ersatz, plus ein Foyer und neue Gruppenräume. Die alten seien ja aus Brandschutzgründen gesperrt worden. „Die Gruppen müssen ausweichen.“ Teilweise in das ehemalige Pfarrers-Wohnzimmer.

Aktuell wohnt Doll mit seinen beiden afghanischen Pflegesöhnen im Warngauer Pfarrhaus. Gegen einen Umzug hätte er nichts einzuwenden. „Ein Pfarrer sollte schon am Sitz des Pfarrverbands leben“, meint er. Das ermögliche ihm zudem kurze Wege. „Trotzdem werden wir die Verwaltung nicht komplett zentralisieren.“ So bliebe das Pfarrbüro in Warngau bestehen, die Wohnräume dort könnte man anderweitig vermieten. Konkreteres weiß er momentan noch nicht, „Wir stehen noch am Anfang“, sagt der Pfarrer.

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