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Der Produktionsbereich der Schreinerei Vogl in Holzkirchen soll neuer Wohnbebauung weichen. 

Schreinerei-Areal in Holzkirchen 

Der Weg fürs neue Wohnquartier ist frei

Holzkirchen – Der Stolperstein ist aus dem Weg geräumt: Der Holzkirchner Gemeinderat hat dem Bauantrag für die Wohnbebauung auf dem bisherigen Gelände der Schreinerei Vogl seinerseits grünes Licht gegeben. Der Investor hatte hinsichtlich der nötigen Parkplätze eingelenkt und neue Pläne vorgelegt.

Noch sägt, fräst und schleift auf dem Areal die Schreinerei Vogl. Doch die Tage sind gezählt, bis das Unternehmen im Sommer ins Gewerbegebiet Lochham aussiedelt. Dann sollen die Produktionsgebäude im rückwärtigen Bereich des Areals an der Münchner Straße in Holzkirchen neuer Wohnbebauung weichen. Ein Investor will dort drei Mehrfamilienhäuser mit 37 Wohneinheiten errichten. 

Die erforderlichen Stellplätze konnte er allerdings in seiner bisherigen Planung nicht vorweisen und beantragte, stattdessen Ablöse zahlen zu dürfen. Der Gemeinderat war allerdings angesichts ohnehin knapper Parkflächen im Ortskern wie berichtet hart geblieben. Nun ist der Stolperstein aus dem Weg geräumt: Der Investor legte neue Pläne vor. Dafür allerdings brauchte es eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans. 

34 Stellplätze waren bisher schon in einer Tiefgarage vorgesehen, dazu zwölf oberirdische. Macht 46, nötig wären allerdings 56. Deshalb ändert sich die Planung nun, wie ein Mitarbeiter des Bauamts im Gemeinderat ausführte: Die bisher geplante Tiefgarage soll nach Osten erweitert werden, zusätzlich entsteht eine weitere Tiefgarage im Süden des Areals, die weitere zehn bis elf Stellplätze fasse. Erschlossen wird die zusätzliche Tiefgarage über eine Zufahrt im Süden. Die erforderlichen Parkflächen seien damit nachgewiesen, allerdings komme das Projekt nun über die Baugrenzen. Einer Befreiung stehe aus Sicht des Bauamts jedoch nichts im Wege. 

Auch ein Problem mit Anwohnern aus der Erlkamer Straße ist vom Tisch, berichtete der Bauamtsmitarbeiter. Diese hatten die Höhenentwicklung der künftigen Nachbargebäude kritisiert. Investor und Nachbarn hätten sich aber im Gespräch geeinigt. 

Irmi Ammer (SPD) bedauerte zwar im Nachhinein, dass das neue Wohnquartier an der Münchner Straße mit der geplanten Bebauung des Vogl-Grundstücks und den südlich angrenzenden Vilgertshofer-Neubauten keinen großen zentralen Spielplatz als Treffpunkt für die Bewohner aufweise, sondern zwei kleine separate. Dem Projekt an sich freilich steht das nicht mehr im Wege. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag einmütig zu.

Katrin Hager

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