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Die Fußballplätze an der Haidstraße sind zu eng geworden und bereiten vielen Kopfzerbrechen.

Ergebnis eines Treffens 

Motto für Sportstätten: Gemeinsam gewinnen

Holzkirchen - Die Fußballplätze an der Haidstraße und das Eisstadion sind die größten Sorgenkinder. Das kam bei einem Treffen der Marktgemeinde Holzkirchen und ihren Sportvereinen heraus. Der neue Trend heißt: gemeinsam Sachen machen.

Die Suche nach Sportflächen treibt die Gemeinde schon lange um. Vor über 40 Jahren war mal geplant, zwischen Holzkirchen und Föching, ungefähr dort, wo heute Gymnasium und Nordspange liegen, einen Sportplatz zu bauen, berichtet der Sportbeauftragte Jörg Wedekind.

Dass das Thema Sportflächensuche nach wie vor brisant ist, zeigte jetzt ein Treffen im Föchinger Sportheim. Dort konnten Sportvereine der Gemeinde sowie Ortsentwicklerin Manuela Skorka, die am Mobilitätskonzept mitarbeitet, ihre Wünsche mitteilen. Bürgermeister Olaf von Löwis machte deutlich, dass es kein eigenes – wie von den Freien Wählern gewünschtes – Sportstättenkonzept gibt. Vielmehr fließen die Belange des Sports mit in das Mobilitätskonzept. Wedekind ergänzt: „Die Sportentwicklung ist ein großer Teil der Ortsentwicklung.“ Es seien fast alle Vereine vertreten gewesen. Darunter der TuS, der TSV Hartpenning, die SF Föching, die Radler von RSLC und Équipe Vélo, die Schwimmer vom SV Grün-Weiß, der Tennisclub, die Eishockeyspieler des ESC sowie der Eiskunstlaufverein.

Der wichtigste Punkt des Abends ist aus Wedekinds Sicht: „Die Vereine können sich vorstellen, bestimmte Sachen miteinander zu machen.“ Laut Wedekind und Löwis soll der Trend weg von der Idee eines zentralen Sportzentrums – denn dafür fehle der Gemeinde das Geld – hin zu einer dezentralen Lösung samt Cluster-Bildung gehen. Das heißt: „Welcher Verein kann sich mit einem anderen Kooperationen und Synergien vorstellen?“, fragt Wedekind. Eine solche Idee hatte Barbara Thiel, Vorsitzende von Équipe Vélo. Demnach könnte ein Velodrome um ein neues Eisstadion verlaufen. Wedekind spinnt die Idee weiter. Die Schwimmer bräuchten mehr Platz. Ein Warmbad im Freien – gespeist durch die Geothermie-Wärme – würde die Situation im Batusa entspannen. Und warum nicht gleich ein Eisstadion plus Fußballplätze in die Nähe des Bohrplatzes auslagern? Um konkrete Standorte ging es zwar nicht, aber: „Alle waren sich einig, dass der Fußballplatz an der Haidstraße und das Eisstadion die größten Sorgenkinder sind.“

„Der Fußballplatz kommt an seine Grenzen“, meint Löwis. Zudem genüge er nicht sportlichen Ambitionen wie dem Aufstieg in die Bayernliga, sagt Wedekind. Und: „Die Verkehrssituation für die Anwohner ist unerträglich“, betont er. „Der TuS sieht sich langfristig nicht mehr an der Haidstraße.“ Die Flächen der Anlagen für Wohnungsbau zu verkaufen, um anderswo neue zu schaffen, sei schwer. „Wir können ja nicht jede grüne Fläche zubauen.“

Offen ist, ob der Weg ins Moarhölzl führt, das im Flächennutzungsplan als Sportfläche steht. Laut Wedekind gibt es eine vertragliche Abmachung. „Wenn die Gemeinde was mit der Haidstraße vorhat, müsste sie eine vergleichbare Anlage herrichten.“ Das sei vor über zehn Jahren vereinbart worden, im Rahmen eines Tauschgeschäfts. Der Verein gab der Gemeinde Grund an der Haidstraße und erhielt Flächen am Moarhölzl. Zugleich zahlte die Gemeinde Vereinsheim samt Kabinen. Dennoch: „Für den TuS ist das Moarhölzl nicht die erste Option“, weiß Wedekind. Es liege zu weit draußen, mit schwieriger Verkehrssituation. Wer hingegen ins Moarhölzl strebe, seien die Radler, meint Löwis. Sie hoffen auf einen Bikepark, die Gemeinde überlegt neuerdings, die Flächen tatsächlich zur Verfügung zu stellen (wir berichteten). Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Lockerer nehmen es die Eishockeyspieler. „Denen ist es wurscht, wo sie trainieren“, sagt Wedekind. Das Stadion könnte wegen der Wohnbebauung gegenüber weichen. „Das neue sollte in Ortsnähe sein, mit Dach.“ Sommers könnte man es als Multifunktionshalle nutzen. „Man muss größer denken.“ „Die Turnhallen sind ausreichend“, sagt Löwis. Es gibt zwölf Halleneinheiten. Die große Sanierung der Föchinger, die als Asylbewerberunterkunft diente, soll erst nach der für 2017 geplanten 1200-Jahrfeier des Orts stattfinden. Bei seiner Klausur am 20. und 21. Oktober beschäftige sich der Gemeinderat intensiv mit der Ortsentwicklung. „Danach muss er über die grobe Zielrichtung des Mobilitätskonzepts entscheiden.“ Zugleich sollen sich Vereine zusammentun, um gemeinsame Möglichkeiten zu bereden.

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