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Knackpunkt: An der Kleinfeldstraße muss der Schulbus auf der Ortsdurchfahrt fortan die Vorfahrt achten.

Verkehrsausschuss Holzkirchen

Tempo-30-Zone für Marschall

Holzkirchen – Eine Tempo-30-Zone für den Ortsteil Marschall hat der Holzkirchner Verkehrsausschuss jetzt einstimmig in seiner Sitzung abgesegnet.

Wie ein Rathausmitarbeiter in der Sitzung erklärte, gelte im gesamten Gemeindegebiet fernab von Hauptstraßen und in Wohngebieten eine Tempo-30-Zone. Das habe der Gemeinderat einst so entschieden. In Marschall war das bislang noch nicht geschehen. Seit 1990 ist die Ortsstraße gegenüber der Kleinfeldstraße und der Stichstraße bei Haus Nummer 11 vorfahrtsberechtigt. Es ist im Ortsbereich bereits eine Geschwindigkeit von 30 km/h vorgeschrieben. 

Deswegen wunderte sich Martin Taubenberger (FWG), schließlich gebe es in Marschall doch schon Tempo-30-Tafeln. Der Rathausmitarbeiter erklärte, dass es einen Unterschied zwischen 30er- Schildern und einer Tempo-30-Zone gebe. In letzterer gelte zum Beispiel durchgehend eine Rechts-vor-Links-Regelung. Außerdem seien insgesamt weniger Verkehrsschilder nötig – eines am Beginn und eines am Ende der Zone – was einen Schilderwald verhindere. Auch die Polizei habe ein solches Vorgehen in Marschall empfohlen. Christoph Schmid (CSU) meinte: „Erst geben wir Geld für Verkehrszeichen aus und dann bauen wir sie wieder ab.“ Aber wenn die Polizei die Regelung begrüße, dann sei das schon okay. 

Mit Ausnahme von einer Stelle sei die Einführung der Regelung in dem Ort auch problemlos durchführbar, ergänzte Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU). Sorgenkind sei lediglich der Schulbus, der von der Staatsstraße 2573 kommt und den Ort in Richtung B 318 durchquert. Normalerweise gelte es, dass ein Bus nicht durch die Vorfahrt anderer Straßen behindert werden soll. In Marschall sei dies – zumal der Bus nur in eine Richtung fährt – im Falle einer Tempo-30-Zone jedoch nur an der Kleinfeldstraße ein Problem. Die Verwaltung hielt es für zumutbar, dass der Bus an dieser einen Stelle Vorfahrt gewähren muss. 

Die Stelle an der kleinen und schlecht einsehbaren Stichstraße in der Gegenrichtung will man mit einem extra Hinweisschild in den Griff bekommen. Laut Geschäftsleiter Robert Haunschild handelt es sich dabei um das rote Dreieck mit dem schwarzen Kreuz in der Mitte, das eine Einmündung mit Vorfahrt von rechts markiert. Zusätzlich gibt es hier einen Verkehrsspiegel für die Ausfahrenden.

„Die Tempo-30-Zone ist eine Vereinheitlichung des Gemeindegebiets“, bekräftigte Bürgermeister Löwis. Außerdem trage sie zur Sicherheit in Marschall bei. Immerhin würden viele junge Familien im Ort leben.

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