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Das neue Team: Der neue Pächter Rudi Übelacker und seine Lebensgefährtin Rosemarie Thomann betreiben fortan das Stüberl neben dem Batusa. Der Vorgänger konnte keine Wohnung mehr in Holzkirchen finden.

Schon am Mittwoch geht's los

Überraschend: Eisstadion-Wirt übernimmt das Batusa-Stüberl

Holzkirchen - Das Stüberl neben dem Batusa hat einen neuen Pächter: Rudi Übelacker, der auch das Stüberl neben dem Eisstadion betreibt. Den Kiosk am Sportplatz muss er aufgeben.

Wohnraum ist in Holzkirchen knapp. Daran hatte offenbar der ehemalige Pächter des Batusa-Stüberls Oliver Deringer zu knabbern. Laut Sabine Kapfenberger von den Gemeindewerken Holzkirchen war das der Grund, warum der Österreicher – der das Lokal neben dem Hallenbad erst seit 2013 betrieb – schon wieder das Handtuch warf. „Sein alter Vermieter hatte ihm wegen Eigenbedarfs gekündigt“, sagt Kapfenberger. Er habe dann keine Wohnung mehr gefunden. „Wir hatten auch nichts für ihn.“

Deringer sei inzwischen wieder nach Österreich zurück gekehrt. Und das Stüberl neben dem Batusa in Holzkirchen, das zwischendrin zugesperrt war, hat einen neuen Pächter: Rudi Übelacker hat den Vertrag mit den Eigentümern – den Gemeindewerken – bereits unterschrieben. Am Dienstag, 15. November, sperrt er das Lokal, das vom Schwimmbad her nicht direkt zugänglich ist, wieder auf.

Gemeinderäte, die im Aufsichtsrat der Gemeindewerke sitzen, seien auf ihn zugekommen, sagt Übelacker. Er ist in der Szene kein Unbekannter. So betreibt Übelacker auch das Stüberl am Holzkirchner Eisstadion sowie den Kiosk im Vereinsheim des TuS an den Fußballplätzen in der Haidstraße.

Doch Letzteren nicht mehr lange. „Da müssen wir zum Jahresende aufhören“, sagt er. Der TuS habe den Vertrag zum 31. Dezember gekündigt. Der Kiosk – der keine öffentliche Gaststätte ist, sondern nur den Mitgliedern im Sportverein dient – ist wie der gesamte Sportplatz Eigentum der Gemeinde. Sie hat das Gelände an den TuS verpachtet. Und dieser wiederum hatte einen Untervertrag mit Betreiber Übelacker gemacht. Übelacker glaubt, dass die Kündigung mit der Krise zusammenhängt, die den TuS im vergangenen Jahr ereilte. Wie berichtet, musste der damalige Vorsitzende Andreas Schmidpeter im Juli 2015 zurücktreten. Er hatte seit 2012 mutmaßlich – günstig und mit einer gewissen Gewinnmarge – Sportequipment an TuS-Mitglieder verkauft und die Barerlöse dafür trotz mehrmaliger Aufforderung nicht nachgewiesen. „Ich war immer einer von denjenigen, die Schmidpeter unterstützt haben“, sagt Übelacker. Einer, der auf dessen Seite stand. „Das hat mir der TuS übel genommen“, behauptet er. Deshalb sei es jetzt zu der Kündigung gekommen.

Wolfgang Ammer, der jetzige Vorsitzende des TuS, streitet diesen Zusammenhang ab. Der Verein sei mit der Qualität nicht zufrieden gewesen, sagt Ammer. „Das war der Hauptgrund.“ Auch nach Gesprächen sei es nicht zu Änderungen gekommen. Einen Nachfolger für den Kiosk gebe es bislang noch nicht.

Wie dem auch sei. Das Batusa-Stüberl will Übelacker gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Rosemarie Thomann betreiben. So sei es möglich mit Eisstadions-Stüberl und Kiosk „doppelgleisig“ zu fahren. Den alten Namen Jamie’s Café und Bistro – der ehemalige Pächter Deringer benannte das Lokal laut Kapfenberger nach seinem Sohn – will Übelacker abstreifen. Ihm schwebt ganz klassisch der Name Hallenbad-Stüberl vor. „Es soll ja auch einen Bezug haben.“

Das Konzept: „Wir wollen familienfreundlich sein.“ Die Preise sollen im unteren Segment liegen. Den kleinen Biergarten am Batusa wolle er wieder aktivieren, vielleicht mit einem Grill. Im Winter soll das Stüberl von 15.30 bis 22 Uhr geöffnet sein. „Im Sommer wollen wir eventuell auch mittags aufsperren“, sagt er. Für Handwerker, die Mittagspause machen. Auf der Speisekarte stehen einfache Gerichte wie Currywurst, Leberkäse, Hamburger, Suppen und Brotzeiten.

Viel umgestalten wird Übelacker bis auf ein paar Kleinigkeiten nicht. Es gibt gut 40 Plätze. Am Tag der Eröffnung wird er ein wenig mit dem Sparklub feiern. Dieser hatte seinen Stammtisch provisorisch ins Eisstüberl-Stadion verlegt. Übelacker hofft, wieder mehr Vereine ins Batusa-Stüberl zu locken. Dabei könnte ihn Vorvorgängerin Edith Schramm unterstützen, die das Batusa-Stüberl vor Deringer fast 20 Jahre betrieb und jetzt aushilft. „Sie ist das Gesicht des Stüberls.“ Sie soll die neuen Gesichter Übelacker und Thomann bei der Stammkundschaft einführen.

mar

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