"Grüner Engel" für Max Wolf 

Brückenbauer zwischen Mensch und Biber

Otterfing - Der Biber ist sein Markenzeichen: Max Wolf bekam für sein außergewöhnliches Engagement in Sachen Naturschutz jetzt eine außergewöhnliche Auszeichnung. 

Max Wolf engagiert sich bereits seit 22 Jahren ehrenamtlich im Bund Naturschutz. Als der Biber vor etwa zehn Jahren im Landkreis wieder heimisch wurde, fand der scheue Nager im Otterfinger Wolf einen leidenschaftlichen Fürsprecher. Der 75-Jährige fungiert seit 2009 als offizieller Biberberater im Landkreis. 

In Anerkennung seines Engagements verlieh ihm jetzt Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf die Auszeichnung „Grüner Engel“. Wolf war einer von 15 Ehrenamtlichen aus Oberbayern, die bei einem Festakt in München gewürdigt wurden. „Ehrenamtliche Helfer sind für den Umwelt- und Naturschutz unverzichtbar“, betonte die Ministerin. Mit der Auszeichnung „Grüner Engel“ bedankt sich der Freistaat seit 2011 für langjähriges Engagement im Naturschutz.

In ihrer Laudatio hob Scharf die „fachliche Kompetenz und das Einfühlungsvermögen“ des Otterfingers hervor, der in Konfliktsituationen zwischen Mensch und Tier ausgleichend wirke. In naturkundlichen Führungen und Vorträgen vermittle der Otterfinger einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Biber und dessen Biotopen an der Mangfall. 

Lobend erwähnte die Ministerin zudem, dass der Geehrte acht Jahre im Otterfinger Arbeitskreis Lawine (Landwirtschaft, Wirtschaft, Natur, Energie) engagiert war, der im Oberland als Vorreiter in Sachen Energie gilt.

Zum Biber-Berater wurde Wolf eher zufällig. Als gelernter Grafiker entwarf er 2006 die Schilder, die der Bund Naturschutz an der Mangfall aufstellen ließ, als der Neuankömmling dort seine ersten Behausungen baute. Der 75-Jährige wälzte Bücher – und entwickelte sich zu einem gefragten Fachmann.

Wolf hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brücken zu bauen zwischen Mensch und Biber. Denn der tierische Zuwanderer, der zuvor in der Region seit über hundert Jahren als ausgestorben galt, war nicht überall willkommen. Forstwirte, Bauern und Fischer fürchteten Nachteile. Wolf versucht unermüdlich, diese Vorbehalte auszuräumen durch sachliche Info und anschauliche Erklärung. (avh)

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