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Kostenlose Hotspots wird es in Otterfing vorerst nicht geben. Die Gemeinde lehnte jetzt so ein Angebot ab.

Gemeinderat

Keine Hotspots für Otterfing 

Otterfing - Am Projekt "Bayern W-Lan" können sich unter anderem Kommunen beteiligen. Die Gemeinde Otterfing lehnt das ab - trotz augenscheinlich attraktiver Zuschüsse.  

Die digitale Generation liebt Hotspots. Drahtlose, freie Zugänge ins Internet sind im Ausland schon länger verbreitet. In Deutschland kommt der Aufbau von Hotspots indes nur schleppend voran. Heimatminister Markus Söder ließ deswegen das Projekt „Bayern WLAN“ auflegen, an dem sich Hochschulen, Behörden, Tourismus-Ziele und Kommunen beteiligen können. Die Gemeinde Otterfing verzichtet auf dieses Angebot – und ließ sich auch nicht mit augenscheinlich attraktiven Einstiegs-Zuschüssen locken. Der Gemeinderat beschloss am Dienstag, der Offerte Söders nicht näher zu treten. Nur Thomas Hogger (Grüne) hätte sich Hotspots in Otterfing vorstellen können. 

Offene und kostenlose Internetzugänge für jedermann – nicht weniger verspricht „Bayern WLAN“. Der User braucht weder Passwörter noch eine Registrierung, spezielle Filter sollen Jugendschutz garantieren. Im Sommer schloss der Freistaat mit Vodafone einen Rahmenvertrag, das Unternehmen tritt als Vertragspartner auf. Wie Rathaus-Mitarbeiterin Marion Wessely in der Sitzung erläuterte, bietet der Freistaat den Kommunen einen Zuschuss an: Mit bis zu 2500 Euro wird ein Hotspot gefördert. Andererseits verlangt Vodafone monatlich 27 Euro für den Betrieb eines Hotspots (Mindestlaufzeit: ein Jahr). Auch die technische Ausstattung hätte die Gemeinde zu tragen. Um überhaupt festzulegen, wo ein solcher Platz sinnvoll und möglich wäre und was die Einrichtung kosten könnte, müsste ein Fachmann zu einem Ortstermin kommen. Kostenpunkt laut Wessely: 450 Euro. 

„Wer in Otterfing braucht den so einen Hotspot?“, fragte Max Ruf (SPD). Auch Michael Falkenhahn sieht keinen Bedarf. „Wenn es in der Gemeinde einen zentralen Platz oder Treffpunkt gäbe, dann vielleicht“, sagte Falkenhahn. Thomas Hogger schlug vor, Restaurants und Übernachtungsbetriebe zu frage, ob sie sich an dem Projekt beteiligen wollen. „Da hätte jeder was davon.“ Da hatte Stefan Burgmayr (FWG) allerdings seine Zweifel. Mit großem Aufwand schirme die Gemeinde die Schule vor Mobilfunkstrahlung ab und würde andererseits den Aufbau eines WLAN-Netzes fördern; das passe nicht zusammen. „Und generell“, so Burgmayr, „hängt man ohnehin viel zu lange an diesen Dingern. Eine Gemeinde muss das nicht noch fördern.“

avh

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