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Beim Spatenstich des neuen Firmensitzes von Bergzeit waren unter anderem dabei Geschäftsführer Maximilian Hofbauer (4.v.r.), daneben stehen Bürgermeister Jakob Eglseder und Johannes Peer CFO Sportler.

Spatenstich

Neues Basislager für Bergzeit

Otterfing - Der Sportartikelhändler Bergzeit hat am Mittwoch mit dem Bau eines großen Firmensitzes im Otterfinger Gewerbegebiet begonnen. Rund 13 Millionen Euro investiert der Mutterkonzern Sportler in das Projekt.

Jakob Oberrauch, der erst 26-jährige Chef der Sportler AG, war untröstlich. Eine Erkältung fesselte ihn daheim in Bozen ans Bett. So konnte er am Mittwoch die Fahrt über den Brenner nicht antreten, um im Otterfinger Gewerbegebiet „einen der wichtigsten Meilensteine des ganzen Unternehmens“, wie er Bürgermeister Jakob Eglseder telefonisch wissen ließ, live mitzuerleben. In Vertretung kam sein Verwaltungs- und Finanzchef Johannes Peer zum ersten Spatenstich. „Dies hier ist nach dem Bau unserer Zentrale in Bozen das zweitgrößte Projekt, das Sportler je angepackt hat“, betonte Peer, „wir wollen hier sehr lange bleiben.“

Der 1999 in Holzkirchen gegründete Online-Versandhändler Bergzeit gehört seit 2012 zu Sportler – und macht der Mutter in Bozen viel Freude. „In vier Jahren hat sich der Umsatz verdreifacht“, lobte Peer. Kaum ein Tag, sagt Bergzeit-Geschäftsführer Maximilian Hofbauer, an dem nicht mindestens 2000 Pakete die (bisher nur angemieteten) Räume im Otterfinger Gewerbegebiet verlassen. Beliefert werden über eine halbe Million Kunden in 23 Ländern. Das Filialgeschäft in Gmund und Großhartpenning macht nur 15 Prozent des Geschäfts aus, verdient wird im Internet.

Doch die räumliche Enge behindert weitere Höhenflüge. Die Gelegenheit, unmittelbar neben der alten, angemieteten Zentrale etwas Eigenes bauen zu können, habe man sich nicht entgehen lassen, sagt Hofbauer: „Ein Glücksfall.“ Von der Gemeinde erwarb Bergzeit für etwa zwei Millionen Euro ein großes Grundstück, auf dem in den nächsten Monaten ein Verwaltungssitz und ein großes Lager entsteht. Knapp 200 Mitarbeiter sollen in den Büros Platz finden, weitere 50 werden im Lager beschäftigt sein. Auf der Fläche gibt es auch Erweiterungsmöglichkeiten. Wird angebaut, müssten die Parkplätze, die jetzt oberirdisch unterkommen, in eine Tiefgarage verschwinden.

„Wir bekommen deutlich mehr Platz, Verwaltung und Logistik sind endlich unter einem Dach vereint“, sagte Hofbauer, „jeder bei Bergzeit freut sich auf das neue Gebäude.“ Das Lagergebäude erhält fünf Tore mit Überladebrücken und dreigeschossigen Bühnen. Das Hochregallager bietet 750 Palettenplätze. Die Mitarbeiter dürfen sich zudem über eigene Kantine freuen.

Während der Genehmigungsphase hatte Nachbar Stefan Weitl heftig gegen das Projekt geschossen (wir berichteten). Er befürchtet vor allem Lärm und drohte mit juristischem Sperrfeuer. Bergzeit gelang jedoch ein Deal: Man baut – laut Landratsamt nicht dringend nötig – eine Lärmschutzwand und erspart sich so den zeitlichen Verzug einer rechtlichen Auseinandersetzung. „Wir sind sehr froh, dass diese Unannehmlichkeiten geregelt sind und wir Bergzeit halten konnten“, sagte der Bürgermeister nun. Die Firma passe bestens nach Otterfing, „und das nicht nur, weil wir mit 1800 Mitgliedern eine der größten Alpenvereins-Sektionen der Region bei uns haben“.

Auf dem Gelände sind bisher nur Erdhaufen aufgeworfen, um die Beschaffenheit des Untergrunds zu prüfen. Es soll aber zeitig losgehen. Hofbauer will ein forsches Tempo anschlagen. Am 15. Mai sollen die Gebäude stehen, im September soll der Betrieb anlaufen. „Fürs Geschäft wünschen wir uns viel Schnee im Winter“, sagte Hofbauer, „wäre aber schön, wenn es auf unserer Baustelle nicht so wahnsinnig schneit.“

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