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Vor nur rund 50 Bürgern hielt Rathauschef Jakob Eglseder seinen Bericht in der Schulaula.

 Ruhiger Abend trotz turbulenter Zeit

Bürgerversammlung: Viele Themen - wenig Bürger

Otterfing - Themen Gäb's genug: Raser am Ortseingang, Grundschul-Erweiterung und Sportzentrum. Sie wurden auch diskutiert. Nur leider von sehr wenigen Besuchern.

Für Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) war es ein ruhiger, entspannter Abend. Keine Diskussion, und nur ein einziger Antrag war aus der Bürgerschaft gekommen: Demnach sollen mehr Radarkontrollen gleich am Ortseingang durchgeführt werden. Das sei aber nicht möglich, sagte Eglseder. Erst nach 200 Metern vom Ortsschild dürfe der Blitzer stehen. „Es gibt drei mögliche Messstellen in der Dietramszeller Straße und dort wird geblitzt.“ Dennoch soll etwas unternommen werden. Überlegungen gebe es schon lange. Möglich seien eine gepflasterte Fläche in Höhe des Schmiedweges oder eine Verkehrsinsel direkt beim Ortsschild in Richtung Steingau. „Darüber werden wir in einer der nächsten Sitzungen des Gemeinderates diskutieren.“ 

Fast zwei Stunden berichtete der Rathauschef in der Bürgerversammlung in der Grundschulaula über die Arbeit in 2015. Ein Schwerpunkt war die Kinderbetreuung samt Grundschule. Bei Krippen und Kindergärten sei die Gemeinde gut aufgestellt mit drei Einrichtungen, und nach den Anmeldezahlen gebe es im Haus für Kinder für das 2016/17 sogar etwas Luft. „14 Kinder können noch aufgenommen werden, falls es durch Zuzüge notwendig wird“, sagte Eglseder. Wahrscheinlich sei es nötig, eine dritte Krippengruppe für zwölf Kinder zu bilden. Die größte Maßnahme werde die Erweiterung der Schule. „Da müssen 2017 drei erste Klassen gebildet werden. 224 Kinder werden die Grundschule besuchen.“ Container soll es keine geben, dafür einen Anbau im Westen. Möglich seien dann auch neue Räume für die Mittagsbetreuung im Schwalbennest und der Rappelkiste. 120 Kinder werden dort betreut. 

„Die Anträge für die Erweiterung sind gestellt, die Planung kann beginnen und im Winter wollen wir den Bau ausschreiben.“ Fast 1,8 Millionen Euro gibt die Gemeinde heuer für Kinder-Betreuung aus. „Mehr Kinder bedeutet mehr Personal. Aber das ist eine gute Investition in die Zukunft.“ 

Beim Blick auf die Gewerbesteuer, die 2015 1,8 Millionen Euro in die Kasse spülte, warnte er. 133 Gewerbesteuerzahler gebe es, etwa 117 Betriebe würden 42 Prozent zu dem Aufkommen beitragen. 58 Prozent würden jedoch von 16 großen Betrieben gezahlt, die international tätig seien. „Da gibt es Geschäftsbeziehungen zu Großbritannien. Ein Brexit könnte sich auch in Otterfing auswirken.“ 

Einen breiten Raum nahm das Sportzentrum ein. Dabei ließ Eglseder durchblicken, wie enttäuscht er ist über das Aus an der Kreuzstraße. „Der Bürgerentscheid warf uns auf den Standort am Nordring zurück.“ Dabei hätte „der ganze Sport abgewickelt werden können, finanziert aus dem Verkauf der Grundstücke am Nordring.“ Der Bedarf an Grund im Einheimischenmodell sei dringend, es gebe 67 Anfragen. Am 15. Oktober komme der Gemeinderat zur Klausur zusammen, um das weitere Vorgehen zu beraten. „Ich hoffe nicht, dass wir noch 40 Jahre brauchen, um zu einer Lösung zu kommen. Aber die Entscheidung trifft der Gemeinderat“, so Eglseder. Am Ende appellierte er daran, vernünftig und respektvoll miteinander umzugehen.

Siegfried Niedergesäss

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