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Platz fürs Wachstum: Auf der Wiese (im Bild l.) nördlich des bestehenden Medizinparks in Oberlaindern schafft die Oped-Firmengruppe eine neue Fertigungs- und Logistikhalle. Der Gemeinderat hat dem Bauantrag, den das Landratsamt bearbeitet, nun den Segen der Gemeinde gegeben und Details abgestimmt.

Gemeinderat Valley gibt Bauantrag seinen Segen

Startschuss für Neubau bei Oped

Valley – Der Startschuss für das Großprojekt der Firma Oped ist gefallen: Im neuen Gewerbegebiet Osterläng in Oberlaindern soll ein gewaltiger Neubau entstehen.

Schnell soll es vorwärts gehen mit dem Neubau nördlich des Medizinparks. „Oped scharrt mit den Hufen“, stellte Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (FWG) im Gemeinderat fest. Das Unternehmen behauptet sich bestens in der umkämpften Medizintechnik-Branche, seine ureigene Innovation – die Fußschiene VacoPed als Alternative zum Gips etwa bei Brüchen – hat sich zu einem Behandlungs-Klassiker entwickelt, und an Ideen für neue Einsatzfelder der entwickelten Technologien mangelt es der Firmengruppe auch nicht. Doch um diese auch für den Markt produzieren zu können, braucht es Platz. Im Medizinpark an der Oberlainderner Ortsdurchfahrt sind die Kapazitätsgrenzen dafür erschöpft. Fertigung und Logistik sollen ausziehen – in einen Neubau nebenan. „Wir wollen 2017 einziehen“, sagt Andreas Bonleitner, Mitglied der Oped-Geschäftsführung, auf Anfrage unserer Zeitung. Noch heuer soll deshalb der Bau beginnen. 

Die Gemeinde Valley hat das Gewerbegebiet Osterläng nördlich des Medizinparks und der Bahnlinie Holzkirchen-Darching dafür maßgeschneidert. Oped hat der Gemeinde den westlichen Teil des Grundstücks abgekauft – mit einer fünfjährigen Kaufsoption für den Ost-Teil, auf dem die neue Halle bei Bedarf auch noch erweitert werden könnte. Das Baufenster, das die Gemeinde dafür geschaffen hat, ist insgesamt 160 Meter lang und 62 Meter breit. Nun liegt für den ersten Teil der Bauantrag vor: Die Fertigungs- und Logistikhalle wird den Plänen zufolge fast 118,50 Meter lang und knapp 55 Meter breit, bei einer Wandhöhe von zwölf und einer Firsthöhe von 16 Metern. Der Bebauungsplan sieht ein flaches Satteldach vor, das auch eine Photovoltaikanlage tragen soll. 

Die Gestaltung ist gemäß Bebauungsplan mit der Gemeinde konkret abzustimmen. Der Gemeinderat befasste sich nun mit den einzelnen Punkten. Die Fassade bekommt einen hellen Anstrich – weiß oder hellgrau – und wird an der West-, Nord- und Südseite mit Elementen in Holzoptik aufgelockert. „Das Farbschema soll zum bestehenden Medizinpark passen“, erklärt Bonleitner, „wenn man von Holzkirchen aus darauf zufährt, soll man gleich sehen, dass die Gemäude zusammengehören.“ Ob in Richtung Autobahn ein großer Schriftzug angebracht werden darf, muss Oped in einem eigenen Bauantrag für Werbeanlagen klären lassen. Blechelemente am Dach des Neubaus werden in blendfreiem Grau ausgeführt, ebenso die Balkone mit Lärchenholzböden. Vier je zwei Meter breite Lichtbänder über die gesamte Dachbreite sorgen für Tageslicht im Neubau. Entlang der Nord- und der Südseite entstehen Parkreihen für Mitarbeiter, die von mehreren Bäumen unterbrochen werden. Ein Grünstreifen rahmt den Neubau ein, bis auf die Westseite, an der die Zufahrt zum Waldhausweg liegt. 

Auch die Größen der vorgesehenen Betriebswohnungen im Obergeschoss des Westtrakts segnete der Gemeinderat einstimmig ab. Damit will Oped im Wettkampf um gut ausgebildete Fachkräfte punkten. „Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein“, sagt Bonleitner. Es entstehen zwei Wohnungen mit je knapp 67 Quadratmetern sowie eine 92- und eine 57-Quadratmeter-Wohnung. Wer dort einzieht, muss bei der Gemeinde zuvor Arbeitsvertrag und Mietvertrag mit Oped nachweisen – darauf legte der Gemeinderat Wert, um eine Missbrauchsgefahr von vornherein auszuschließen.

Komplett nackt bleibt zunächst die Ostfassade: Dort würde ein Anbau andocken – wenn Oped diese Option zieht. „Das ist schon eine brutale Fläche“, warnte Magnus Epp jun. (FWG). Der Gemeinderat beschloss aufzunehmen, dass die Ostfassade spätestens nach Ablauf der Fünf-Jahres-Frist ebenfalls optisch gegliedert werden muss, sofern Oped bis dahin keine Anbaupläne verfolgt.

Katrin Hager

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