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Im ehemaligen Dorfladen will Pächter Elvis Scapolan die erste Eisdiele Warngaus eröffnen. Auch Snacks für Wanderer und Radler soll es dort geben.

Lieferant lässt Betreiber hängen

Erste Eisdiele: Eröffnung verzögert sich 

Warngau - Warngaus erste Eisdiele kann erst frühestens nächste Woche eröffnen. Der Lieferant hatte den Betreiber Elvis Scapolan hängen lassen.  

Elvis Scapolan sitzt auf glühenden Kohlen. Denn es hat ihn eiskalt erwischt. Eistheke, Bar, Küche, Tische und Stühle fehlen noch. Der Lieferant ist einfach abgesprungen. „Es ist schlimm für uns“, sagt er. Der Sommer ist zwar ohnehin durchwachsen, „aber die besten Tage sind schon verstrichen“, meint der 38-Jährige. Völlig ungenutzt. Ein Anwalt sei eingeschaltet.

Deshalb verzögert sich die Eröffnung der ersten Eisdiele in Warngau nun. Eigentlich sollte der Betrieb bereits im Juni im ehemaligen Dorfladen neben dem Rathaus starten. Laut Scapolan ist ein neuer Lieferant gefunden. Geht alles gut, werde die Ausstattung voraussichtlich noch diese Woche geliefert. „Eventuell können wir dann schon nächste Woche starten“, sagt er.

Wie berichtet, hofft die Gemeinde darauf, die Dorfmitte durch die Eisdiele unten im Altwirtsanwesen zu beleben. Als Ergänzung zum Gasthof Zur Post und zur Konditorei Klaus. Für Bürgermeister Klaus Thurnhuber stellt sie eine ideale Lösung für die leer stehenden Räumlichkeiten dar, die der Gemeinde gehören. Sie verpachtet die Immobilie an die Familie Scapolan, der Vertrag läuft zehn Jahre. Auf dem Platz vor dem Brunnen und unter den mächtigen Kastanienbäumen sollen Tische und Stühle aufgestellt werden, damit die Besucher auch draußen sitzen können.

Laut Anton Kaunzner, Kämmerer im Warngauer Rathaus, entstehen der Gemeinde durch die Verzögerung keine finanziellen Nachteile. Trotzdem sei die Verzögerung auch für die Gemeinde unschön. „Aber es liegt eben nicht in unserer Hand“, sagt Kaunzner.

Scapolan will das Geschäft gemeinsam mit seinem Vater betreiben. Die Familie stammt ursprünglich aus Jesolo, lebt aber bereits seit 40 Jahren in Deutschland. Erfahrungen mit Eisdielen gesammelt haben die Scapolans in Italien, Frankfurt und zuletzt in Ottobrunn. Dort lebt der 38-Jährige derzeit auch zusammen mit seiner Frau und den beiden Kindern. „Aber wir würden gerne in die Umgebung hier ziehen“, sagt er. Der Vater lebe bereits in Schaftlach. Auf Warngau ist die Familie zufällig gestoßen – durch eine Annonce. „Die Gegend gefällt uns, der Platz ist sehr schön“, sagt Scapolan.

Geplant ist eine Eisdiele plus Café. Es soll Kuchen geben, aber auch Snacks zum Mitnehmen. „Für Wanderer und Radfahrer“, erklärt Scapolan. Das Eis soll selber produziert werden.

Und das wird auch in dem Namen deutlich, den die Scapolans für ihren Laden ausgesucht haben. Die neue Eisdiele heißt „Il Gelato – Manufaktur in Warngau“, verrät der Betreiber. Wie berichtet, hatte die Familie in Schulen und Kindergärten Listen ausgelegt und um Namensvorschläge gebeten. „Es wurden viele eingereicht.“ Zum Beispiel „Das Dorfeis“, „Das Platzl“ und „Il Castagno“ – in Anspielung auf die Kastanienbäume. „Wir wollten einen schlichten Namen“, erklärt Scapolan. Jetzt fehlt nur noch die Ausstattung.

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