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Hier wird bald gebaut mit Dobrindt und Ainger: In Oberwarngau wird ab September die Bundesstraße abgesenkt.

Zum offiziellen Spatenstich an der B 318 - Infoabend schon im Juli

Dobrindt und Aigner kommen nach Warngau

Warngau – Prominenz hat sich angesagt zum offiziellen Baubeginn für die Tieferlegung der B 318: Verkehrsminister Alexander Dobrindt und Vize-Ministerpräsidentin Ilse Aigner.

Beide werden am 12. September nach Warngau kommen. Die beiden Politiker nehmen an einer kleinen Feierstunde teil, in deren Rahmen die ersten Spatenstiche des Großprojekts gesetzt werden sollen. Das teilte Christian Rehm, Leiter des Straßenbauamts Rosenheim, jetzt am Rande einer Veranstaltung in Holzkirchen mit.

Eingerichtet und vorbereitet wird die Baustelle bereits im August. „Begonnen wird mit dem Bau der Behelfsfahrbahn, die westlich an der Baustelle vorbeiführen wird“, sagt Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG). Der Zeitplan sieht vor, dass die Tieferlegung selbst Mitte 2017 fertig wird. Die Gemeinde will die Baustellen-Einrichtung dann nutzen, um gleich anschließend die Pfeiler für die zusätzlich geplante und nur von Warngau selbst finanzierte Hauserbauern-Brücke (Höhe Angerweg/Kaiserbichl) zu setzen. „Eingehoben werden die Fertigteile der Brücke dann wahrscheinlich in einer nächtlichen Aktion im Frühjahr 2018“, sagt Thurnhuber.

Kopfzerbrechen bereitet dem Bürgermeister die Frage der Fußgänger-Sicherheit während der Bauzeit. Er hätte sich eine Holzbrücke über die Behelfsspur gewünscht; die Experten vom Straßenbauamt aber hätten abgewunken. „Sie sagen, dass so eine Brücke nicht angenommen wird.“ Eine versetzbare Ampel soll stattdessen sicheren Transit gewährleisten. Ganz zufrieden ist Thurnhuber mit dieser Lösung nicht. „Wir überlegen, für unsere Schulkinder einen Shuttlebus einzurichten.“

Auf die Bewohner Oberwarngaus kommen auf jeden Fall ungemütliche Monate zu. Welche Umleitungen anzuraten sind, welche Verbindungen sie über die Baustelle überhaupt noch haben und wie lange die einzelnen Bauabschnitte dauern, das alles soll eine Bürgerversammlung klären (siehe Kasten). „Bis dahin steht auch fest, welche Firma den Zuschlag bekommen hat“, sagt Thurhnhuber, „die kann dann hoffentlich alle Fragen beantworten.“

Die Gesamtkosten der Tieferlegung inklusive einer Grünbrücke belaufen sich auf 6,5 Millionen Euro. Der Anteil der Gemeinde umfasst 1,85 Millionen (für die Grünbrücke), den Rest zahlt der Bund. Geplant ist, die vielbefahrene Bundesstraße (bis zu 25 000 Fahrzeuge täglich) im Ortsbereich unter einer knapp 80 Meter breiten Grünbrücke abtauchen zu lassen; diese Grünbrücke trägt künftig die Bahnhof- und Taubenbergstraße (Kreisstraße MB 19) sowie einen Geh- und Radweg.  

Infoabend schon im Juli

Der Termin steht: Am Donnerstag, 28. Juli, um 20 Uhr findet im Warngauer Gasthof Zur Post der Infoabend statt. Das teilt Bürgermeister Klaus Thurnhuber mit. Dabei stehen Vertreter der Behörden und der ausführenden Baufirma den Bürgern Rede und Antwort zum Ablauf der Tieferlegung. „Wir wollten das unbedingt noch vor den Ferien machen, bevor die Leute wegfahren“, so Thurnhuber.

mm

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