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Beim Spatenstich versammelten sich (v.l.) Wolfram Wurdinger (Baufirma Teerag-Asdag), Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan, Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, stellvertretende Landrätin Ingrid Pongratz, Bürgermeister Klaus Thurnhuber, Maria Els, Regierungsvizepräsidentin von Oberbayern.

Spatenstich: Tieferlegung der B318

„Meilenstein für Mobilität im Oberland“

Warngau - Die Tieferlegung der B 318 in Warngau soll mehr Verkehrssicherheit und weniger Lärm bringen. Jetzt fand der Spatenstich für das 6,4 Millionen Euro schwere Großprojekt statt. Es gab viele Dankesworte und einen Doppel-Alex.

Ein schwarzer BMW holpert den Schotterweg entlang. „Aha, da darf einer ganz vorfahren“, scherzt ein Zuschauer. Das müsse jemand Besonderes sein. Stimmt. Die Tür öffnet sich, und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) steigt aus. Blasmusik ertönt. Von der anderen Seite kommt Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) im Dirndl. Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) schüttelt beiden die Hand. „Das ist ein Tag der Freude“, sagt Aigner später.

Hohen Besuch gab es nun beim Spatenstich zum Umbau der Anschlussstelle Warngau an der B 318. Wie berichtet, wird die B 318 auf einer Länge von 900 Metern abgesenkt. Sie taucht künftig unter einer Grünbrücke ab, auf der die Kreisstraße MB 19 (Bahnhof- und Taubenbergstraße) samt Rad- und Gehweg verläuft. Es handelt sich um einen kreuzungsfreien Ausbau, beide Straßen werden mit Schleifenrampen angebunden. Erste Vorarbeiten haben bereits begonnen – unter anderem für die Behelfsfahrbahn westlich der B 318.

Christian Rehm, Bereichsleiter Straßenbau im Staatlichen Bauamt Rosenheim, trat als erster ans Rednerpult. Der Landkreis sei in der Vergangenheit nicht Schwerpunkt der Investitionen im Zuständigkeitsbereich seiner Behörde gewesen. „Das wird sich in den nächsten Jahren ändern“, sagte er auch mit Blick auf Projekte, die vorne im neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) stehen. Darunter die Umfahrungen für Holzkirchen, Waakirchen und Gmund sowie der vierspurige Ausbau der B 318. Er dankte Dobrindt, dass er hier „die Ampel auf Grün“ geschaltet habe. Die Tieferlegung könne „im Herbst 2017 dem Verkehr übergeben werden“. Sie diene dazu, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Emissionsbelastung der Anwohner zu reduzieren. Der Ort werde „ein Stück näher zusammenrücken“.

Dobrindt sprach von einer Lösung, „die unsere Tourismusregion am Tegernsee stärkt“, von einem „Meilenstein für mehr Mobilität im Oberland“. Schließlich gilt die B 318 als bedeutendste Verbindung von München über die A 8 zum Tegernsee. Zusätzlich erwarte er sich mehr Lebensqualität für Warngau. Der Gemeinde dankte er, dass sie knapp 1,8 Millionen Euro investiert. Die Gesamtkosten liegen bei 6,4 Millionen, der Bund zahlt 4,6 Millionen. Außerdem beteuerte Dobrindt, dass sich die Einstufungen der hiesigen Projekte im BVWP nicht verändern werden.

Aigner dankte Dobrindt und dem anwesenden CSU-Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan, die sie „unseren Doppel-Alex“ nannte, dass sie Bundesmittel freigegeben haben. Aber: „Zu der Geschichte gehört auch, dass es eine schwierige Geburt war.“ Immerhin hat die Gemeinde jahrzehntelang für die Umsetzung gekämpft. Das konnte stellvertretende Landrätin Ingrid Pongratz (CSU) bestätigen. „Aber wenn das Kind da ist, sind die Geburtswehen vergessen.“ Sie sprach von einem „Jahrhundertprojekt“, dessen Wurzeln im letzten Jahrtausend liegen. In das tauchte Bürgermeister Thurnhuber ein. 1928 sei die B 318 gebaut worden. Bei dem wenigen Verkehr habe sie wohl übertrieben gewirkt. „Aber die Zeiten haben sich geändert.“ Landwirte bekamen Probleme, die Straße zu überqueren, weshalb es 1962 einen Antrag zur Verbesserung gab. „1964 wurde das Mausloch gebaut.“ Ein kleiner Durchlass unter der B 318, der bald Geschichte sein soll. Schon in den 80er Jahren kam die Forderung, die Verkehrssituation an der unfallträchtigen Stelle zu verbessern. Genau das passiert nun.

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