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Mit welchen Geräten der Spielplatz an der Ignaz-Günther-Straße in Weyarn zusätzlich bestückt werden soll, dürfen Bürger mitentscheiden. Denn die Vorschläge zu diesem schlucken rund 80 Prozent des Gesamtbudgets.

Bürgerbeteiligung bei Spielplatz-Gestaltung

Bürger dürfen mitspielen - 10.000 Euro bereitgestellt

Weyarn - Die Gemeinde Weyarn bringt ihre Spielplätze auf Vordermann. Dafür investiert sie insgesamt 10.000 Euro. An einem Standort sollen nun die Bürger mitreden dürfen.

Es soll eine Gelegenheit sein, die Bürgerbeteiligung in Weyarn zu nutzen und zu stärken. „Da sind viele junge Familien“, meinte Betty Mehrer (SPD), auch angesichts des Zuzugs in der Ortsmitte. „Es wäre eine super Chance, neue Gesichter einzubinden.“ Diese Eltern könnten ihre Wünsche zur weiteren Gestaltung des Spielplatzes an der Ignaz-Günther-Straße äußern. Gemeinwesenarbeiterin Ute Haury soll die Zusammenarbeit koordinieren.

Das hat der Gemeinderat Weyarn jetzt in seiner Sitzung entschieden, als es um die Spielplätze ging. „Der Kultur- und Sportausschuss hat sich mit sämtlichen Spielplätzen in der Gemeinde befasst“, erklärte Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU). Das tat er im Auftrag des Gemeinderats. Der Ausschuss hatte im Zuge dessen vorgeschlagen, welche Verbesserungs- und Sanierungsmaßnahmen an den einzelnen Standorten fällig sind. Insgesamt gibt es ein gemeindliches Budget von 10.000 Euro zu verteilen.

Der Spielplatz an der Ignaz-Günther-Straße war deshalb in den Fokus gerückt, weil er laut Wöhr um die 80 Prozent der Kosten verschlingen würde. Der Ausschuss hatte hier die Idee, ein kleines Fußballtor, einen drehbaren Kletterturm sowie eine Aufbewahrungskiste für Spielsachen anzuschaffen. „Die Bäume sollen so bleiben“, ergänzte Wöhr. Claudia Weinzierl (CSU) hielt es außerdem für wichtig, viel freien Raum zu lassen, wo sich die Kinder austoben können.

Eher ältere Kinder und Jugendliche, die schon aus Wippe, Rutsche und Co. rausgewachsen sind, sollen sich laut Wöhr auf dem Gelände vor der Mehrzweckhalle austoben können – wo es schon einen Beachvolleyballplatz und einen Skaterpark gibt. Der Ausschuss hatte die Idee, dort eine Tischtennisplatte aufzustellen. Kostenpunkt: gut 2000 Euro. Diese Anschaffung gelte es aber vorweg mit den Tischtennisspielern des SC Seeham abzusprechen, sagte Wöhr. Schließlich seien diese vom Fach.

Eine Lösung soll auch für die Seilbahn nahe der Seidinger Straße her. „Die ist bei Anwohnern nicht so beliebt“, meinte Wöhr. Vor allem nachts fühlten sich viele durch das Klackern gestört, das entsteht, wenn jemand damit fährt. Der Vorschlag: An der Anlage soll ein Schloss angebracht werden. „Ein Anwohner könnte den Schließdienst übernehmen.“ Und die Anlage morgens auf- und abends absperren. „Damit nachts nicht mehr gefahren wird.“

Am Spielplatz in Holzolling gebe es derweil einige Mängel, etwa an der Tischtennisplatte, auch „die Häusl sind morsch“, berichtete Wöhr. Die UWG habe sich bereit erklärt, sich um die Reparaturen zu kümmern, das Material müsste jedoch die Gemeinde stellen.

Nicht tätig werden müsse die Gemeinde hingegen an der Bürgermeister-Panzer-Straße: „Der Spielplatz wird im Rahmen der Ersterschließung hergerichtet“, erklärte Wöhr. Die Kosten dafür übernimmt laut dem Rathauschef die Edison-Park Haus- und Vermögensverwaltung, die die Graf-Wiese hinter dem Alten Wirt bebaut hat. „Das fällt nicht in den investiven Bereich der Gemeinde.“

Hinten anstellen muss sich derweil die Schule, die sich für ihren Pausenhof eine große Balancier-und Kletteranlage wünscht. Der Antrag ging laut Wöhr zu spät ein. Auch die Kosten waren ein Problem. Die Geräte alleine kosten um die 7000 Euro, für deren Einbau käme noch mal dieselbe Summe dazu. „Denn der gemeindliche Bauhof kann Geräte dieser Größenordnung nicht aufstellen“, bemerkte Bürgermeister Wöhr. Die Summen fielen ferner nicht unter das reguläre Spielplatzbudget. Und ihren eigenen finanziellen Topf habe die Schule heuer bereits ausgereizt. Also muss sich die Schule gedulden – der Antrag soll im Haushalt 2017 Gehör finden. Auch der Förderverein zahlt Wöhr zufolge etwas dazu.

Am Ende beschloss der Gemeinderat einmütig, dass die Verwaltung die genannten Geräte beschaffen soll. Auch der Beschluss, das Areal an der Ignaz-Günther-Straße über die Bürgerbeteiligung zu gestalten, war einstimmig.

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