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Die Animation zeigt den Supermarkt von der Nord-Ostseite, vom Kreisverkehr aus gesehen. Das Dach fällt Richtung Süden ab. Die Außenfassade ist geprägt von Holz und großen Glasfronten

Schöne neue Einkaufswelt

Gemeinderat segnet Supermarkt-Bau ab

Weyarn - Bauherr Max von Bredow verspricht ein tolles und fortschrittliches Einkaufserlebnis: Ein Supermarkt entsteht am Weyarner Klosteranger. Der Gemeinderat segnete den Bauantrag nun ab. Ob Rewe oder Edeka als Betreiber einzieht, wird noch nicht verraten.

In der Weyarner Ortsmitte erwächst ein neues Viertel auf dem Klosteranger. Mit sieben Mehrgenerationenhäuser, die insgesamt 70 Wohnungen beherbergen. Im Westen des Areals entsteht das Familienwohnen mit Reihen- und Doppelhäusern und 45 Wohneinheiten. Die Bauarbeiten haben längst begonnen. Bauherr Max von Bredow von der Quest AG schätzt, dass eines Tages circa 190 Menschen dort leben. Sie werden hungrig und durstig sein und zum Einkaufen gehen müssen. Der Dorfladen kann den Bedarf jetzt schon nicht abdecken. Die nächsten Vollsortimenter befinden sich in Miesbach, Holzkirchen und Feldkirchen-Westerham.

Deshalb errichtet die Quest AG, die den Klosteranger bebaut, einen Supermarkt auf Höhe des Kreisverkehrs. Jetzt hat die Gewerbebau Weyarn GmbH den Bauantrag eingereicht. Der Gemeinderat erteilte dem Antrag nun in seiner Sitzung geschlossen das Einvernehmen.

„Im Wesentlichen wurde alles so gemacht, wie im Bebauungsplan“, sagte Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU). Mit einer Ausnahme: Hinzu kam eine Fußgängerröhre im Norden, die als Notausgang dient. „Die überschreitet die Baugrenzen leicht.“ Daher sei hier eine Befreiung nötig, die das Gremium abnickte.

Der Supermarktkörper besteht aus zwei ineinander geschobenen Rechtecken. Die Länge beträgt gut 52 Meter, die Breite 32 Meter. Das Gebäude ist an seiner höchsten Stelle 6,25 Meter hoch und fällt nach Süden hin ab – es fügt sich in den Anger ein. Auf dem begrünten Dach sollen Kinder Schlittenfahren. Das Gras schaffe drinnen ein angenehmes Klima, sagt Bredow.

Die Lieferzone im Norden bekommt eine Einhausung, um den Lärm zu reduzieren. Zusätzlich schirmt ein Lärmschutzwall den Vollsortimenter von der Wohnbebauung ab. In der Außenfassade wechseln sich Holz und Glasfronten ab. „Da fällt viel Tageslicht ein“, verspricht Bredow. Die Verkaufsfläche beträgt laut Wöhr knapp 1065 Quadratmeter. Café und Backshop umfassen 197 Quadratmeter, auf einer Südterrasse können Kunden Kaffee trinken. Franz Demmelmeier (SPD) war zufrieden: „Architektonisch wird alles wie geplant, sogar positiver.“ Denn das Gebäude wird 50 Zentimeter niedriger als im Bebauungsplan erlaubt. Ohnehin liegen Markt und Parkplatz leicht unter Straßenniveau, damit der Komplex nicht so weit hinausragt.

Die 84 Parkplätze, die über die neue Linksabbiegerspur an der Holzkirchner Straße erreichbar sein werden, dienen in erster Linie der Supermarktkundschaft. „Aber die Gemeinde hat ein Recht darauf, am Wochenende außerhalb der Öffnungszeiten darauf zuzugreifen“, sagt Bredow. In welchem Umfang müsse noch geklärt werden.

Laut Wöhr entstehen an der J.B.-Zimmermannstraße zusätzlich 28 Parkplätze. Die Arbeiten für die Verschwenkung der Straße laufen. Im Zuge dessen wird der Überweg an der Münchner Straße verändert. „Es wird alles sicherer gemacht.“ Die alte J.B.-Zimmermannstraße ist gesperrt. Sie weicht später für zwei Mehrgenerationenhäuser. Durch die Umbauten samt Gehweg verspricht sich Wöhr eine Verkehrsberuhigung. Die Maßnahmen übernimmt Quest. „Das wird heuer fertig“, sagt Bredow.

„Wie schnell geht das?“, wollte Kornelia Schlickenrieder (WIGW) über den Supermarkt wissen. Laut Bredow können Supermärkte nur zu bestimmten Zeiten übergeben werden. Vor Weihnachten oder vor Ostern. Im Raum stehen die zwei Termine 31. Oktober 2017 oder 15. Februar 2018. „Wir hoffen, dass man das bis 2017 hinkriegt“, meinte Wöhr. „Schließlich warten die Leute darauf.“ Das hänge von dem Zeitpunkt der Baugenehmigung und der Witterung ab, so Bredow. Baubeginn sei 2017.

Was den Betreiber angeht, hält sich Bredow derzeit bedeckt. „Ich sage es erst, wenn der Vertrag unterschrieben ist“, sagt er. Man stehe kurz vor der Unterzeichnung. Im Rennen waren Rewe und Edeka. Der Betreiber müsse dann entscheiden, ob er den Backshop samt Café selbst betreibt oder an einen Externen untervermietet. „Wir haben den Wunsch geäußert, dass ein regionaler Bäcker reinkommt.“

Bredow glaubt, dass der Vollsortimenter ein voller Erfolg wird, weil er ein breites Einzugsgebiet habe und an der Straße liege. „Es wird ein sehr angenehmes, tolles und fortschrittliches Einkaufserlebnis.“

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