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Leerstand: Der Weyarner Rathausspeicher ist schon lange ungenutzt. Bald soll der Ausbau erfolgen.

2017 soll Umbau beginnen

Rathausspeicher: Pläne nehmen allmählich Gestalt an

Weyarn - Im Weyarner Rathausspeicher soll sich bald was tun. Eine Miesbacher Architektin arbeitet an Entwürfen für künftige Nutzung der Flächen. 

Es ist eine lange Geschichte: Nachdem der Speicher des Weyarner Rathauses über Jahre hinweg brachlag und vom Holzwurm und dem Echten Hausschwamm, einem aggressiven Pilz zerfressen war, wurde er inzwischen aufwendig und behutsam saniert (wir berichteten). Nun stehen die nächsten Schritte hin zu einem Ausbau und einer anschließenden Nutzung als Arbeitsbereich und Archiv für Gemeindeunterlagen an.

Erst heuer im Juli hat der Gemeinderat 200 000 Euro für den Ausbau des historischen Speichers in den Haushalt eingestellt (wir berichteten). Unlängst fand jetzt auch ein erstes Gespräch mit der Miesbacher Architektin Olivia Mayr statt, „die aktuell Vorschläge erarbeitet, wie man das statisch und platzmäßig am besten umsetzt“, erklärt Gemeinde-Geschäftsleiter Johann Walser auf Nachfrage unserer Zeitung. Klare Zeitvorgaben gebe es diesbezüglich zwar nicht, betont Walser. „Wir möchten das jetzt aber schon vorantreiben.“ Am Ende sollen in den Räumen bekanntlich Arbeitsplätze sowie in einem Teil ein kleiner Archivbereich der Gemeinde entstehen. „Der ist aber untergeordnet. Es geht hauptsächlich darum, Verwaltungsakten und Sachen zum Arbeiten griffbereit zu haben“, sagt Walser. Was historische Dokumente der Gemeinde anbelangt, soll alles so bleiben, wie es momentan ist. Sprich: Die im Herbst 2014 nach Wattersdorf ausgelagerten Unterlagen verbleiben längerfristig auch dort.

Pläne für die konkrete Ausgestaltung des Speichers befinden sich indes noch im Anfangsstadium. Architektin Mayr arbeitet zwar gerade daran, sieht sich aber mit kleineren Problemen konfrontiert. Gerade die Belichtung der gewünschten Arbeitsplätze gestalte sich etwas schwierig, sagt Mayr. „Das ist die größte Herausforderung. Ich bin dabei, mehrere Varianten mit dem Statiker und dem Denkmalamt abzusprechen“. Sie lege ganz besonders Wert darauf, die Gestaltung so behutsam wie möglich umzusetzen. „Schließlich sind Barockdachstuhl und Geschossdecke vermutlich einmalig im Landkreis“, sagt die Architektin, die das Projekt, wie auch das gesamte Bauwerk aus dem Jahr 1693, als „besonders spannend“ bezeichnet.

Gute Nachrichten gebe es derweil hinsichtlich des Brandschutzes. Bislang habe es lediglich einen möglichen Rettungsweg gegeben. „Der ist jetzt prinzipiell über das Dach des Nebengebäudes möglich“, sagt Mayr.

Der Bürobereich soll dereinst über rund 56 Quadratmeter verfügen, der für das Archiv über etwa 17 Quadratmeter. Insgesamt stehen unterm Dach circa 180 Quadratmeter zur Verfügung. Im Herbst, so ist es mit der Gemeinde vereinbart, soll die Bauantragsplanung fertig sein. Mayr: „Dann müssen wir die Genehmigung abwarten. Es ist sehr schwer, einzuschätzen, was das Denkmalamt letztlich sagt.“ 2017 sollen die Umbauarbeiten dann beginnen.

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